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01.08.2011 | Originalien | Ausgabe 8/2011

Der Ophthalmologe 8/2011

1-Jahres-Ergebnisse nach kombinierter Kataraktoperation und Excimer-Laser-Trabekulotomie bei erhöhtem Intraokulardruck

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 8/2011
Autoren:
M. Töteberg-Harms, P.P. Ciechanowski, C. Hirn, J. Funk

Zusammenfassung

Hintergrund

Glaukom ist eine der häufigsten Ursachen für Blindheit. Normalerweise ist ein erhöhter Abflusswiderstand die Ursache, während die Kammerwasserproduktion normal bleibt. Medikamentöse Drucksenkung ist in der Regel die First-line-Behandlung. Der operative Goldstandard ist die Trabekulektomie (TE). Die TE hat jedoch zahlreiche postoperative Komplikationen. Deswegen bevorzugen wir für ausgesuchte Glaukompatienten die kombinierte Kataraktoperation mit der Excimer-Laser-Trabekulotomie (Phako-ELT). Indikationen sind eine Katarakt und gleichzeitig ein moderat erhöhter Intraokulardruck (IOD) ohne medikamentöse Therapie oder eine moderate Katarakt mit erhöhtem IOD trotz medikamentöser Therapie.

Patienten und Methoden

Im Rahmen der ELT werden 10 Poren über einen Winkel von 90° im Trabekelmaschenwerk erzeugt. Es wurden 28 Augen von 28 Patienten (10 Männer, 18 Frauen) 12 Monate ± 2 Wochen nach kombinierter Phako-ELT nachuntersucht. Vier Patienten wurden wegen einer drucksenkenden Reoperation während des Nachbeobachtungszeitraums ausgeschlossen. Intraokulardruck, bestkorrigierter Visus und Anzahl der Glaukommedikamente („anti-glaucoma drugs“, AGD) wurden erhoben und eine Spaltlampenuntersuchung durchgeführt.

Ergebnisse

Das Durchschnittsalter lag bei 74,33±11,81 Jahren. Diagnosen waren primäres Offenwinkelglaukom bei 9 Augen, Pseudoexfoliationsglaukom bei 15 Augen, okuläre Hypertension und posttraumatisches Sekundärglaukom bei 3 bzw. 1 Auge. Im Durchschnitt konnte durch Phako-ELT der IOD um 8,79±5,28 mmHg (−34,70%, p<0,001) gesenkt werden. Die Anzahl der AGD konnte gleichzeitig um 0,79±1,50 (−62,70%, p=0,017) reduziert werden.

Schlussfolgerungen

Eine ELT ist technisch einfach am Ende einer Kataraktoperation durchzuführen. Die Operationszeit wird lediglich um 2–3 min verlängert. Wir fanden eine durchschnittliche IOD-Reduktion von 8,79 mmHg (−34,70%) und gleichzeitig eine durchschnittliche Reduktion von AGD um 0,79. Es ist bekannt, dass der Effekt der IOD-Reduktion konstant mit der Zeit ist im Gegensatz zur Argon- oder selektiven Laser-Trabekuloplastik. Eine evtl. spätere fistulierende Operation ist nicht beeinträchtigt, da die Bindehaut nicht berührt wird und es folglich keine Vernarbung gibt. Für ausgewählte Glaukompatienten ist diese Operation eine Möglichkeit, die Trabekulektomie zu vermeiden.

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