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19.09.2019 | Originalien

Adaptive Veränderungen des Schilddrüsenstoffwechsels als Risikoindikatoren bei Traumata

Ergebnisse einer Beobachtungsstudie

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit
Autoren:
PD Dr. med. J. W. Dietrich, A. Ackermann, A. Kasippillai, Y. Kanthasamy, T. Tharmalingam, A. Urban, S. Vasileva, T. A. Schildhauer, H. H. Klein, A. Stachon, S. Hering

Zusammenfassung

Hintergrund

Reaktive endokrine Anpassungsreaktionen sind Risikoindikatoren bei kritischen Erkrankungen, aber ihre Rolle nach schweren Traumata ist bislang wenig untersucht. Dies gilt insbesondere für das Low-T3-Syndrom als subakute allostatische Reaktion der Schilddrüsenfunktion, die auch als Non-Thyroidal-Illness-Syndrom (NTIS), „euthyroid sick syndrome“ (ESS) oder „thyroid allostasis in critical illness, tumours, uraemia and starvation“ (TACITUS) bekannt ist.

Zielsetzung

Endpunkte sind Prävalenz und prognostische Bedeutung eines NTIS nach schwerem Trauma mit notwendiger intensivmedizinischer Behandlung sowie die Verteilung berechneter Parameter (SPINA-GD [Summenaktivität peripherer Step-up-Dejodinasen] und TTSI [Thyrotroph Thyroid Hormone Sensitivity Index]) bei Traumapatienten.

Methoden

Eine Beobachtungsstudie an intensivmedizinisch behandelten Traumapatienten untersuchte die Konzentrationen von TSH (thyroidstimulierendes Hormon) und peripheren Schilddrüsenhormonen sowie Strukturparameter der Schilddrüsenhomöostase 24 und 72 h nach Aufnahme auf die Intensivstation.

Ergebnisse

Die Einschlusskriterien erfüllten 27 Fälle, davon lag bei etwa zwei Dritteln ein NTIS vor. Allostatische Schilddrüsenreaktionen sagten eine signifikant höhere Mortalität und bei Überlebenden einen längeren Aufenthalt auf der Intensivstation voraus, auch nach Adjustierung um weitere Risikoindikatoren. Ursächlich sind eine verminderte Aktivität peripherer Step-up-Dejodinasen, eine reduzierte Plasmaproteinbindung von T4 und ein herabgesetzter Sollwert des Regelkreises, Letzterer insbesondere im Falle einer Sepsis.

Schlussfolgerung

Ein NTIS ist bei schwerem Trauma häufig und ein relevanter Prädiktor der weiteren Prognose.

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