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13.07.2021 | Adipositas | Leitthema | Ausgabe 10/2021

Der Gynäkologe 10/2021

Metabolisches Syndrom – Warum es uns so schwerfällt abzunehmen

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 10/2021
Autor:
Hon.-Prof. Dr. Martin Merkel
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Sonntag, Hamburg
G. Emons, Göttingen
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Zusammenfassung

Das metabolische Syndrom ist durch die metabolischen Folgen von Adipositas charakterisiert und geht mit einem erhöhten Risiko für Diabetes mellitus und kardiovaskuläre Erkrankungen einher. Der Begriff wurde in den 1980er-Jahren des letzten Jahrhunderts geprägt und beschreibt insbesondere das Auftreten von Fett- und Glukosestoffwechselstörungen sowie arterieller Hypertonie als Folge einer Vermehrung des abdominellen Fettgewebes. Durch die kontinuierliche Gewichtzunahme weltweit erhöht sich die Prävalenz des metabolischen Syndroms; gleichzeitig steigt die Anzahl von Menschen mit Diabetes. Die Basis der Therapie bei metabolischem Syndrom ist eine Gewichtsreduktion; hierdurch sind seine Komponenten reversibel, und das Risiko ernsthafter Folgeerkrankungen sinkt. Die effektivste, aber auch invasivste Therapie ist eine bariatrische Operation. Einzelne Medikamente, in Form von Appetitzüglern, Inhibitoren der pankreatischen Lipase und GLP1(„glucagon-like peptide 1“)-Analoga sind bereits zugelassen; hier sind künftig Optionen mit weiteren Angriffspunkten (z. B. kombinierte GIP[„glucose-dependent insulinotropic polypeptide“]/GLP-1-Agonisten) zu erwarten.

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