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01.09.2015 | Adipositaschirurgie | Leitthema | Ausgabe 9/2015

Der Chirurg 9/2015

Anastomosen- und Nahtinsuffizienzen nach Eingriffen in der Adipositas- und metabolischen Chirurgie

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 9/2015
Autoren:
Dr. S. Weiner, T. Heidsieck, S. Chiappetta, C. Stier, R.A. Weiner

Zusammenfassung

Hintergrund

Die metabolische Chirurgie ist in der Behandlung der Adipositas und deren Begleiterkrankungen international etabliert und nimmt weltweit rasant weiter zu. Die Ergebnisse hinsichtlich Gewichtsabnahme und Verbesserung von Komorbiditäten sind den konservativen Verfahren deutlich und nachhaltig überlegen. Die Nahtinsuffizienz stellt bei resezierenden und Verfahren mit Anastomosen die gefürchtetste Komplikation dar, die mit einer hohen Morbidität und einer bei extremer Adipositas nicht unerheblichen Letalität einhergeht.

Material und Methode

Zur Erstellung dieser Arbeit wurde die aktuelle Literatur zur Thematik aufgearbeitet und in den Kontext der eigenen Erfahrungen gestellt.

Ergebnisse

Die relevanten Komplikationen stellen die Klammernahtinsuffizienz nach Schlauchmagenbildung, die Anastomoseninsuffizienz nach Bypassverfahren und die Duodenalstumpfinsuffizienz nach pyloruserhaltenden Operationen mit Duodenoileostomien dar. In der Therapie der Schlauchmagen-Leckage kommen sowohl endoskopische Maßnahmen, wie OTS („over the scope“) -Clips, Stents und auch die endoluminale Vakuumtherapie, infrage, ebenso wie die laparoskopische chirurgische Revision mit Übernähung, Drainage oder Resektion bzw. Umwandlung in ein anderes Verfahren. Das Management von Komplikationen nach den anderen Verfahren ist überwiegend eine Domäne der Chirurgie. Zentraler Aspekt ist die intraoperative standardisierte Durchführung der Operationstechnik und die Kenntnis und Anwendung physikalischer Grundlagen zur Vermeidung von Komplikationen. Es stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, die Studienlage ist aber international sehr uneinheitlich und es mangelt an randomisiert kontrollierten Studien.

Schlussfolgerungen

Die Therapie der Insuffizienzen in der bariatrischen Chirurgie ist interdisziplinär und abhängig von den verfügbaren Modalitäten in der versorgenden Einrichtung. Nahtinsuffizienzen treten zu einem großen Anteil nicht unmittelbar postoperativ auf, sondern auch im Sinne einer Langzeitkomplikation. Eine Standardisierung der Eingriffe, der Nachsorge und des Komplikationsmanagements ist obligat. Randomisiert kontrollierte Studien sind zu fordern.

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