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12.02.2021 | Originalien

Ältere Pflegebedürftige mit chronischen Schmerzen

Querschnittsstudie zur geschlechtsspezifischen Schmerzintensität und Versorgung in der großstädtischen Häuslichkeit

Zeitschrift:
Der Schmerz
Autoren:
PD Dr. D. Dräger, Prof. Dr. R. Kreutz, A. Wenzel, J. Schneider, Dr. A. Budnick

Zusammenfassung

Hintergrund

Für ambulant versorgte Ältere (≥60 Jahre) finden sich Schmerzprävalenzraten bis zu 53 %. Pflegebedürftige in Deutschland stellen unter den Schmerzbetroffenen mit Prävalenzen um 70 % eine relevante Gruppe dar. Zur Geschlechtsspezifik liegen differierende Aussagen vor.

Ziel

Ziel war die Ermittlung von Schmerzparametern auskunftsfähiger älterer Pflegebedürftiger im großstädtischen Raum unter Berücksichtigung von Geschlechtsunterschieden sowie relevanter medizinischer und medikamentöser Versorgungsaspekte.

Material und Methode

Durchgeführt wurde eine Querschnittsuntersuchung (strukturierte Interviews) bei ≥ 65-jährigen auskunftsfähigen (MMST ≥ 18) Pflegebedürftigen (SGB XI) mit chronischen Schmerzen (n = 225) in der eigenen Häuslichkeit. Schmerzparameter wurden mit der deutschen Version des Brief Pain Inventory (BPI-NHR) erfasst. Die Prüfung des erklärenden Einflusses soziodemografischer und medizinischer Parameter, psychischer und physischer Beeinträchtigungen sowie der Analgetikaversorgung auf den stärksten Schmerz erfolgte mittels multipler Regressionsanalyse.

Ergebnisse

Analysen zeigen eine durchschnittliche Schmerzintensität von 5,3 (SD ± 2,0). Der stärkste Schmerz erreicht im Mittel einen Wert von 7,0 (SD ± 2,2). Signifikante Geschlechtsunterschiede waren geringfügig vorhanden (z. B. Schmerzorte, Medikamentenanzahl). Anzahl der Schmerzorte (≥14), Alltagsfähigkeiten und Schmerzmedikation (bei Bedarf, keine) waren im finalen Modell mit dem stärksten Schmerz assoziiert. Lediglich bei 24,6 % der Schmerzbetroffenen wird eine mehr als 70 %ige Schmerzlinderung unter Behandlung erreicht.

Diskussion

Die Ergebnisse verweisen auf ausgeprägte Schmerzleiden bei älteren ambulant versorgten Pflegebedürftigen. Es besteht dringender Bedarf für interdisziplinäre Versorgungskonzepte.

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