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01.06.2013 | Schmerzforum | Ausgabe 3/2013

Der Schmerz 3/2013

Ärztliche Edukation und Kommunikation in der primären Schmerzbehandlung

Klinische Relevanz und pädagogische Herausforderung

Zeitschrift:
Der Schmerz > Ausgabe 3/2013
Autoren:
Dipl.-Psych. H.-G. Nobis, A. Pielsticker

Zusammenfassung

Unter Edukation versteht man die Informierung des Patienten über sein Krankheitsbild und dessen Behandlung. Patienten mit chronischen Schmerzen wünschen sich von Ihrem Arzt nachvollziehbare Informationen und darüber hinaus auch Wertschätzung, Ermutigung und eine Beteiligung an Entscheidungsprozessen. Die gelungene Arzt-Patient-Interaktion ist ein qualitätssicherndes Element erster Ordnung. Dabei kommt der Informationsvermittlung eine besondere Bedeutung zu, die sich nicht nur aus einer gesetzlichen und ethischen Pflicht ableitet, sondern auch aus deren wissenschaftlich nachgewiesener therapeutischer Wirksamkeit. Eine gelungene Kommunikation und Informationsvermittlung fördern auf beiden Seiten die Motivation (Compliance) und die therapeutische Effektivität. Nachvollziehbare Erklärungen zum biopsychosozialen Schmerz, einer interdisziplinären Diagnostik und multimodalen Schmerztherapie reduzieren Missverständnisse, falsche Erwartungen und vorzeitige Therapieabbrüche. Die Erklärung des biopsychosozialen Schmerzmodells eröffnet dem Patienten die ganzheitliche Sicht des Phänomens „chronischer Schmerz“ und fördert Selbsthilfestrategien. Die Frage, was wie vermittelt werden soll, ist nicht nur eine Frage zeitlicher Ressourcen, sondern stellt auch eine pädagogische Herausforderung dar. Die in der Edukation vermittelten Inhalte und Erfahrungen wirken nur dann substanziell verändernd, wenn sie über Lebensnähe und Plausibilität zu einem „Persönlich-betroffen-Sein“ führen und wenn die sich daraus ergebenden multimodalen Behandlungsmöglichkeiten im Alltag umsetzbar sind. Die kommunikativen Aufgaben eines Arztes sind anspruchsvoll und erfordern praktisches Training, wie es in Form von Train-the-trainer-Seminaren, Workshops oder Balint-Gruppen reflektiert und eingeübt werden kann. Nachweislich haben Gesprächsführungskompetenzen auch eine positive Wirkung auf das Erleben des Arztes in seinem Beruf. Schmerzpatienten können von Informationsschriften, vom Internet und von interaktiven computerbasierten Beratungssystemen profitieren, wenn diese grundlegende Standards erfüllen, u. a. Aktualität, Neutralität, biopsychosoziales Krankheitsverständnis und präventive Informationen.

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