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30.04.2018 | Fortbildung | Ausgabe 5/2018

Der Freie Zahnarzt 5/2018

Ästhetik in der Parodontaltherapie

KLINISCHE ÜBERSICHT MIT BLICK AUF NEUERUNGEN

Zeitschrift:
Der Freie Zahnarzt > Ausgabe 5/2018
Autor:
Prof. Dr. S. Fickl
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise
Ästhetische Einbußen in der Parodontaltherapie waren lange Zeit ein „notwendiges Übel“. Heute garantieren weniger invasive Hilfsmittel, Operationstechniken mit minimalem Trauma, Rezessionsdeckungen und moderne Implantatchirurgie den Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung akzeptabler „rosa Ästhetik”.
Lebenslauf-- Prof. Fickl studierte Zahnmedizin an der Universität Erlangen. Von 2004 bis 2007 absolvierte er eine Weiterbildung im Bereich Parodontologie und Implantologie im Institut für Parodontologie und Implantologie, München (Dres. Bolz, Wachtel, Hürzeler und Zuhr) und ist seit 2007 Spezialist für Parodontologie der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie. Von 2007 bis 2009 war Prof. Fickl Teil des Lehrkörpers der Abteilung für Parodontologie und Implantologie an der New York University in New York, USA. Ende 2009 wurde er Oberarzt an der Abteilung für Parodontologie der Universität Würzburg, erhielt seine Habilitation 2011 und wurde 2017 zum außerplanmäßigen Professor an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg berufen. Seit 2018 ist er zusätzlich in privater Praxis in Fürth niedergelassen. Prof. Fickl ist Referent auf nationaler und internationaler Ebene in den Bereichen Implantologie und Parodontologie sowie Verfasser von zahlreichen internationalen Publikationen und Buchbeiträgen.
Einhaltung ethischer Richtlinien--Interessenkonflikt. S. Fickl gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Dieser Beitrag beinhaltet keine vom Autor durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Zusammenfassung

Die moderne Parodontologie hat viele Facetten. Neben der Behandlung der entzündlichen Erkrankungen (Parodontitis, Gingivitis, periimplantäre Mukositis, Periimplantitis) spielt der Erhalt der Ästhetik eine große Rolle. In diesem Zusammenhang sind die Behandlungstechniken deutlich weniger invasiv geworden — so kann zum Beispiel selbst in schweren Parodontitisfällen heute oft lediglich nichtchirurgisch behandelt werden. Dies steht im Gegensatz zu den früher üblichen quadrantenweisen Lappenoperationen, die häufig eine starke Gewebeatrophie nach sich zogen. Sollte eine chirurgische Therapie notwendig sein, werden feine Instrumente eingesetzt, die mit einer möglichst geringen Zahnfleischrezession nach dem Eingriff einhergehen. Daher ist im Bereich der klassischen Taschentherapie der Erhalt der Ästhetik von entscheidender Bedeutung. Die plastische Parodontal- und Implantatchirurgie versucht, über aufbauende Eingriffe schon entstandene Geweberezessionen um Zähne oder Implantate (oder auch prae implantationem) zu korrigieren und die „rosa Ästhetik“ wiederherzustellen.

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