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30.11.2020 | Affektive Störungen | Leitthema | Ausgabe 1/2021 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1/2021

Medienberichterstattung zu Präventions- und Therapiemöglichkeiten an den Beispielen Diabetes mellitus und Depression

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 1/2021
Autoren:
Dr. Doreen Reifegerste, Annemarie Wiedicke, Linn Julia Temmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Diabetes mellitus und Depression sind Erkrankungen mit einer steigenden Prävalenz in Deutschland. Die Bevölkerung über die entsprechenden Präventions- und Therapiemöglichkeiten zu informieren ist beispielsweise durch journalistische Medienberichterstattung möglich. Denn Untersuchungen zeigen, dass mediale Darstellungen von Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten das Gesundheitsverhalten, aber auch die Zustimmung zu bestimmten Maßnahmen und somit die strukturelle Gesundheitsversorgung beeinflussen können.

Ziel der Arbeit (Fragestellung)

Über die Berichterstattung deutscher Medien zur Vorbeugung und Behandlung von Diabetes mellitus und Depressionen ist bislang nur wenig bekannt. Diese Arbeit untersucht, wie diese beiden Erkrankungen in deutschen Medien dargestellt werden. Der Fokus liegt hierbei auf den Präventions- und Therapieoptionen.

Material und Methoden

Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von deutschen Qualitätsmedien (Print und Online) im Zeitraum 2012–2018 durchgeführt. Insgesamt wurden N = 645 Artikel analysiert, n = 219 davon zum Thema Diabetes mellitus und n = 426 zum Thema Depression.

Ergebnisse und Diskussion

Diabetes mellitus und Depression sind trotz ihrer hohen Prävalenz nur selten Hauptthema in der deutschen Medienberichterstattung. Über Depression wird deutlich häufiger berichtet als über Diabetes mellitus – oftmals jedoch im Zusammenhang mit Suizid oder Prominenten. Bei Diabetes mellitus differenzieren Berichte nur unzureichend zwischen den unterschiedlichen Typen. Eine medikamentöse Therapie wird bei beiden Erkrankungen häufiger erwähnt als niedrigschwellige Maßnahmen und (strukturelle) Präventionsoptionen, was sich ungünstig für Hilfesuchende auswirken kann. Um Prävention und niedrigschwellige Behandlungsformen als Lösungen in der öffentlichen Wahrnehmung zu etablieren, sollten strategische Kommunikator*innen diese stärker in ihrer Pressearbeit fokussieren.

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Literatur
Über diesen Artikel

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