Aktiv aus der Depression: Sport gegen den Seelenblues
- 26.09.2024
- Online-Artikel
Eine Studie zeigt, dass körperliche Aktivität bei schweren Depressionen helfen kann. Dabei sind verschiedene Sportarten geeignet und je intensiver das Training, desto besser. Die Untersuchung hat jedoch auch einige Einschränkungen.
terovesalainen | stock.adobe.com (Symboldbild mit Fotomodell)
Wie in der Zeitschrift CME (Ausgabe 5/2024) berichtet, kann körperliche Aktivität eine wertvolle Unterstützung bei der Behandlung schwerer Depressionen bieten. Eine umfassende Metaanalyse von 218 randomisierten Studien mit über 14.000 Teilnehmenden zeigt, dass verschiedene Sportarten depressive Symptome moderat lindern können. Im Zentrum der Untersuchung standen Aktivitäten wie Spazierengehen, Joggen, Yoga, Krafttraining und Tai Chi, die in unterschiedlicher Intensität ausgeführt wurden.
Je intensiver der Sport, desto besser
Die Metaanalyse hebt hervor, dass die Intensität der Bewegung eine entscheidende Rolle spielt. Je intensiver das Training, desto stärker die Reduktion der Depressionssymptome. Auch leichte Aktivitäten wie Spazierengehen oder Hatha-Yoga zeigen zwar klinisch relevante Effekte, jedoch sind diese bei intensiveren Aktivitäten wie Joggen oder Krafttraining stärker ausgeprägt. Besonders interessant ist, dass Yoga und Krafttraining von den Teilnehmenden am besten akzeptiert wurden, obwohl die Abbruchraten der Studien nur bedingt aussagekräftig sind.
Tanzen zeigte ebenfalls eine starke Verbesserung der Depressionssymptome, jedoch war die Zahl der Teilnehmenden (n = 107) relativ gering und es handelte sich dabei überwiegend um junge Frauen, was die Aussagekraft der Ergebnisse einschränkt.
Klare Dosis-Wirkungs-Beziehung
Die Forscher betonen eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung: Je höher die Trainingsintensität, desto größer die Verbesserung der Symptome. Dies gilt insbesondere für körperlich anspruchsvolle Aktivitäten wie Joggen oder intensives Krafttraining. Für Menschen, die Schwierigkeiten mit intensiven Aktivitäten haben, können schon moderate Bewegungen wie Spazierengehen oder sanftes Yoga spürbare Verbesserungen bewirken.
Dr. Michael Noetel von der Universität Queensland fasst die Ergebnisse zusammen: „Sport ist eine wirksame Behandlung für Depressionen, wobei Gehen oder Joggen, Yoga und Krafttraining besser wirken als andere Aktivitäten, insbesondere wenn sie intensiv sind.“ Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung körperlicher Aktivität in der Therapie von Depressionen und verdeutlichen, dass das Bewegungsprogramm individuell an die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Betroffenen angepasst werden sollte.
In der Praxis sollten Ärztinnen und Ärzte verstärkt körperliche Aktivität als Teil der Therapie für Patientinnen und Patienten mit Depressionen empfehlen. Besonders wichtig ist es, die Sportart und die Trainingsintensität individuell abzustimmen. Für jene, die in der Lage sind, intensivere Übungen auszuführen, könnten Joggen oder Krafttraining eine noch effektivere Möglichkeit zur Linderung der Symptome darstellen.
Fazit für die Praxis
Körperliche Aktivität kann eine sinnvolle Ergänzung zu bewährten Behandlungsansätzen wie Psychotherapie oder medikamentöser Therapie sein. Die Ergebnisse der Metaanalyse verdeutlichen, dass Bewegung nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch als effektive Maßnahme zur Behandlung bestehender Depressionen eingesetzt werden sollte.
Dieser Text ist eine KI generierte Zusammenfassung, die von Springer Medizin erstellt, geprüft und nachbearbeitet wurde.
Quelle: Schmidt J. Von Krafttraining bis Yoga – Diese Sportarten können Depressionen lindern. CME 2024;(5):38
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