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22.07.2016 | Originalien | Ausgabe 9/2017

Der Nervenarzt 9/2017

Aktives Zuhören effektiv vermitteln

Zwei Konzepte im Vergleich

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 9/2017
Autoren:
O. Martin, K. Rockenbauch, E. Kleinert, Y. Stöbel-Richter

Zusammenfassung

Die Kommunikation zwischen Arzt und Patienten hat einen großen Einfluss auf Adhärenz, Behandlungszufriedenheit und Behandlungserfolg des Patienten. Patientenzentrierung und emotionale Unterstützung wirken sich dabei besonders positiv aus. Weitestgehend offen bleibt aber die Frage, wie man Ärzte motiviert, auch tatsächlich wertschätzend und empathisch mit den Patienten zu sprechen. Dieses Verhalten umzusetzen, erfordert eine Vielzahl kommunikativer Fertigkeiten, von denen das aktive Zuhören in zweifacher Hinsicht eine besondere Rolle spielt. Zum einen ist es als eine Gesprächsführungstechnik die Grundlage für unterschiedliche Gesprächskontexte, zum anderen wird gerade aktives Zuhören in den gängigen Lehrbüchern sehr unterschiedlich dargestellt: als Einstellung bzw. als Technik. Dieser Umstand wirft die Frage auf, wie aktives Zuhören vermittelt werden soll, damit es nicht nur Anwendung im konkreten Gespräch findet, sondern auch eine größtmögliche Patientenzufriedenheit bewirkt. Ziel der vorliegenden Pilotstudie war, Veränderungen in simulierten Arzt-Patienten-Gesprächen zu untersuchen, die sich aus unterschiedlichen Vermittlungen des aktiven Zuhörens ergaben. Dazu wurden 3 Gruppen Anfang des ersten Semesters Humanmedizin (N = 19) rekrutiert, von denen 2 unterschiedlich im aktiven Zuhören geschult wurden (einstellungs- vs. technikorientiert). Die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe. In einem Prä-post-Design wurden Gespräche mit standardisierten Simulationspatienten geführt und anschließend ausgewertet. Bei der Analyse der Gespräche wurde sowohl die Teilnehmer- als auch die Beobachterperspektive berücksichtigt. Wenngleich die vorliegende Studie Pilotcharakter besitzt, zeigt sie doch einige interessante Tendenzen auf: Grundsätzlich schnitten die Interventionsgruppen deutlich besser ab als die Kontrollgruppe, hier traten keine signifikanten Veränderungen auf. Im direkten Vergleich der beiden Interventionsgruppen lag die Gruppe, in der aktives Zuhören als Einstellung vermittelt wurde, vor der Gruppe, in welcher der Fokus auf technischen Aspekten des aktiven Zuhörens lag. Diese Gruppe (Einstellung) konnte sowohl aus Teilnehmerperspektive als auch aus Beobachterperspektive signifikant besser auf die Gefühle der Simulationspatienten eingehen.

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