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Bei Fragilitätsfrakturen im Alter kommt es auf weit mehr an als auf die anatomische Rekonstruktion. Die Dresdner Orthopädin Dr. Anne Postler zeigte beim Ortho Trauma Update, was für die Versorgung wichtig ist: vom OP-Timing über die Delirprävention bis hin zur Osteoporosetherapie.
6-Jahres- und erste 7-Jahres-Daten der Evolut-Low-Risk-Studie deuten etwas überraschend darauf hin, dass der Re-Interventionsbedarf nach einer Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) über die Zeit im Vergleich mit einem herzchirurgischen Vorgehen zunimmt. Bzgl. des Risikos für Tod oder schweren Schlaganfall schneiden beide Verfahren dagegen weiter vergleichbar ab.
Gedanken an eine Selbsttötung gehen Ärztinnen und Ärzten vergleichsweise häufig durch den Kopf. Hilfe wäre möglich, wird aber selten gesucht. Warum eigentlich?
An Morbus Crohn Erkrankte, die unter 35 Jahre alt sind, scheinen unter bestimmten Voraussetzungen von einer frühzeitigen Ileozökalresektion zu profitieren. Bis zu 50 % erreichen damit eine zehn Jahre anhaltende therapiefreie Remission.
Ist nach einer Kolonresektion die Anastomosenaht undicht, ist der Diagnosezeitpunkt der Leckage entscheidend: Wird die Insuffizienz erst nach einer Sepsis erkannt, ist die Sterberate mehr als dreimal so hoch wie bei einer Diagnose ohne oder nach einer Sepsis.
Kurzfristig von Vorteil, langfristig eher gleich auf. Das scheint zu gelten, wenn Personen mit verwachsungsbedingten Dünndarmverschlüssen minimalinvasiv anstatt offen operiert werden – zumindest, wenn es nach aktuellen Langzeitdaten der finnischen LASSO-Studie geht.
Geschlechtsunterschiede werden in der Krebsmedizin zu wenig beachtet. Das gilt auch für die Tumorchirurgie, wo weibliches Geschlecht auf beiden Seiten des Skalpells einen Unterschied macht.
Lange Nüchternzeiten vor einer OP können unerwünschte gesundheitliche Konsequenzen haben. Ein multidisziplinäres internationales Team hat deswegen in einem Delphi-Prozess acht Empfehlungen formuliert, die die perioperative Versorgung verbessern sollen.
Es ist jetzt auch schon wieder rund 600 Millionen Jahre her, dass sich mit dem Erscheinen der Zweiseitentiere die Lateralität ausgebildet hat. In chirurgischen Fächern wie der Orthopädie hat das Folgen bis auf den heutigen Tag. Linkshänder wissen, wovon die Rede ist.
Daten aus Großbritannien legen nahe, dass insbesondere ältere und gebrechlichere Darmkrebspatientinnen und -patienten von einem minimalinvasiven Eingriff profitieren könnten – ihnen dieser aber allzu häufig vorenthalten wird.
Mehr Begleitkrankheiten, geringere physiologische Reserven: Ältere Patientinnen und Patienten tragen ein erhöhtes Risiko für perioperative Komplikationen. Ob und wie ausgeprägt das für die Thyreoidektomie gilt, war Gegenstand einer Metaanalyse von elf Studien.
Die operative Entfernung oder Bestrahlung von Oligometastasen eines Prostatakarzinoms verlängert das progressionsfreie Überleben deutlich, der Effekt auf das Gesamtüberleben bleibt jedoch unklar.
Nach einem operativen Eingriff ist die Schlafqualität oft massiv beeinträchtigt. In einer US-Studie waren bei Risikopatienten nicht nur die Gesamtdauer des Schlafs, sondern vor allem auch REM- und Tiefschlafphasen deutlich verkürzt.
Eine opportunistische Eileiterentfernung reduziert das Risiko für tubo-ovarielle Karzinome um 40 bis 80% – ohne kurzfristige Nachteile für die Ovarialfunktion. Die Europäische Gynäkologievereinigung rät Frauen ohne Kinderwunsch daher, solche Eingriffe zu nutzen.
Nach einer Mittelohr-OP ist ein Druckverband um den Kopf, wie er in vielen HNO-Kliniken routinemäßig angelegt wird, wohl überflüssig. Laut einem Team aus Pakistan ist der Schaden, der damit angerichtet wird, wahrscheinlich größer als der Nutzen.
Frauen mit schwerer Aortenklappenregurgitation erhalten die rettende Klappen-Op. möglicherweise oft zu spät. Auf der Basis einer Multicenterstudie fordert ein internationales Team volumetrische linksventrikuläre Messungen und geschlechtsspezifische Grenzwerte, um das Risiko besser einzuschätzen.
Vor einem operativen Eingriff im Kindesalter sollte sichergestellt werden, dass bei der antibiotischen Prophylaxe weder eine Unter- noch eine Übertherapie erfolgt. Erstere war in einer US-Studie mit erhöhten Komplikationsraten verbunden, Letztere brachte zumindest keinen zusätzlichen Gewinn.
Ob man Patientinnen und Patienten mit Rektusdiastase, die keine Hernie aufweisen, operativ behandeln soll, ist strittig. In einer Studie sind dazu Daten aus Deutschland gesammelt und analysiert worden.
Eine 31-jährige, ansonsten gesunde Frau stellte sich in der Kopf- und Halschirurgie mit einer progredient zunehmenden Raumforderung im linken Unterkieferbereich vor. In der Vorgeschichte war ein pleomorphes Adenom reseziert worden. Worum könnte es sich dieses Mal handeln?
Die Entfernung der Appendix als ergänzende Therapie bei Colitis ulcerosa: Der Nutzen dieser Maßnahme wird jetzt durch eine weitere Studie untermauert. In der COSTA-Studie bewirkte die OP häufiger eine Remission als der Therapiewechsel auf einen JAK-Inhibitor.
Bei Fragilitätsfrakturen im Alter kommt es auf weit mehr an als auf die anatomische Rekonstruktion. Die Dresdner Orthopädin Dr. Anne Postler zeigte beim Ortho Trauma Update, was für die Versorgung wichtig ist: vom OP-Timing über die Delirprävention bis hin zur Osteoporosetherapie.
6-Jahres- und erste 7-Jahres-Daten der Evolut-Low-Risk-Studie deuten etwas überraschend darauf hin, dass der Re-Interventionsbedarf nach einer Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) über die Zeit im Vergleich mit einem herzchirurgischen Vorgehen zunimmt. Bzgl. des Risikos für Tod oder schweren Schlaganfall schneiden beide Verfahren dagegen weiter vergleichbar ab.
Gedanken an eine Selbsttötung gehen Ärztinnen und Ärzten vergleichsweise häufig durch den Kopf. Hilfe wäre möglich, wird aber selten gesucht. Warum eigentlich?
An Morbus Crohn Erkrankte, die unter 35 Jahre alt sind, scheinen unter bestimmten Voraussetzungen von einer frühzeitigen Ileozökalresektion zu profitieren. Bis zu 50 % erreichen damit eine zehn Jahre anhaltende therapiefreie Remission.