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19.03.2020 | Gefäßmedizinische Evidenz

Akute Carotis Teil 3 – Verletzung

Zeitschrift:
Gefässchirurgie
Autoren:
E. S. Debus, Prof. Dr. R. T. Grundmann

Zusammenfassung

Ziel

In der vorliegenden Übersicht soll zur evidenzbasierten Versorgung der penetrierenden und stumpfen Carotisverletzung Stellung genommen werden.

Methode

Literaturrecherche in PubMed für die Jahre 2010 bis 2019 unter den Schlüsselwörtern „Carotid artery [Title] AND injury [Title/Abstract]“.

Ergebnisse

Für die Versorgung penetrierender Carotisverletzungen liegen nur wenige Leitlinienempfehlungen vor; die in Europa seltene Verletzung der Arterie in Zone II vom Krikoid bis zum Kieferwinkel wird überwiegend offen versorgt. Hingegen können Verletzungen in Zone I und III von einem endovaskulären Vorgehen profitieren. Bei stumpfen Verletzungen ist die konservative Behandlung mit Antikoagulation/Thrombozytenaggregationshemmern die erste Managementstrategie, bei Grad-3-Verletzungen scheint aber die endovaskuläre Behandlung nützlich zu sein – vorausgesetzt, sie erfolgt in Abteilungen mit großer Expertise. In einer Übersicht zur Wertigkeit der endovaskulären Therapie von traumatischen Pseudoaneurysmen der A. carotis interna waren Verkehrsunfälle (51 %) und Tätlichkeiten (Schüsse, Stichverletzungen und Explosionen, 12 %) die häufigsten Verletzungsursachen. Die Mehrzahl der Patienten wurde mit einem ummantelten Stent versorgt, Coils, selbstexpandierende Stents und herausnehmbare Okklusionskatheter wurden ebenfalls verwendet. Über alles gelang die Ausschaltung des Pseudoaneurysmas in 84 % der Fälle. Die periprozedurale Morbidität wurde mit 6 % berechnet, die Klinikletalität mit 1,2 %. Behandlungsmethode der Wahl postoperativ war die Thrombozytenaggregationshemmung (mono oder dual) für wenigstens 3 Monate. Iatrogene Verletzungen der Carotis sind selten, sie werden speziell nach endoskopischer endonasaler Chirurgie beobachtet.

Fazit

Trotz zunehmender Propagierung endovaskulärer Techniken sollten penetrierende Verletzungen der Carotis weiterhin bevorzugt offen versorgt werden. Bei stumpfer Verletzung hat hingegen das nichtoperative Management erste Priorität.

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