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28.06.2016 | Akute depressive Episode | Originalien | Ausgabe 5/2017

Der Nervenarzt 5/2017

Die wahnhafte Depression

Diagnostik, Phänomenologie und Therapie

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 5/2017
Autor:
Prof. Dr. Dr. M. Bürgy

Zusammenfassung

Der depressive Wahn ist das Kernsymptom der psychotischen Depression bzw. der schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F 32.3) und beschränkt sich auf die Inhalte Schuld, Verarmung und Hypochondrie. Kurt Schneider spricht von den drei Urängsten des Menschen. Die psychotische Depression zeichnet sich durch besondere Schwere und Häufigkeit der Krankheitsphasen sowie durch vermehrte Suizidalität aus. Obgleich sich bei jedem vierten bis fünften Patienten mit einer majoren Depression psychotische Symptome finden, wird die Erkrankung allzu leicht übersehen und keine angemessene Therapie eingeleitet. Anhand von Fallbeispielen werden die Hürden der Diagnostik aus der Verborgenheit der Wahnthemen in Krankheitserleben, Lebensgeschichte und Persönlichkeit abgeleitet. Eine gezielte aktive Exploration ist unter der Beachtung von Ausdruckssymptomen bedeutsam. Aus phänomenologischer Perspektive wird danach der Frage des depressiven Wahns und der Frage des Zusammenhangs von Wahn und Affekt nachgegangen und die besondere Bedeutung der Angst für die Wahngenese herausgearbeitet. Nach Darstellung der aktuellen Behandlungsempfehlungen wird vor diesem Hintergrund vorgeschlagen, die pharmakologische Strategie häufiger als bisher um die Gabe von Benzodiazepinen zu ergänzen.

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