Zum Inhalt

Immuntherapien bei Kindern und Jugendlichen mit akuter lymphoblastischer Leukämie und hochmalignen Lymphomen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Mit der Entwicklung von Immuntherapien für Kinder und Jugendliche mit akuten lymphoblastischen Leukämien und hochmalignen Lymphomen, die zelluläre Oberflächenproteine zum Angriffsziel haben oder das körpereigene Immunsystem aktivieren, sollen die Überlebensraten bei gleichzeitiger Verringerung der akuten und späten Nebenwirkungen gesteigert werden. Der Einsatz von (un)konjugierten oder bispezifischen Antikörpern, Checkpoint-Inhibitoren und gentechnologisch veränderten T‑Lymphozyten mit synthetischen antigenspezifischen Rezeptoren (CAR-T-Zellen) gibt nunmehr Kindern und Jugendlichen mit resistenten oder mehrfach rezidivierten akuten lymphoblastischen Leukämien und hochmalignen Lymphomen die Chance auf die Induktion von molekularen bzw. bildgebenden Remissionen und definitive Heilungen. Jedoch könnten CAR-T-Zell-Therapien zukünftig bei früherem Einsatz im Rahmen der First- und Second-line-Therapien durch den Ersatz von konventioneller Chemotherapie und insbesondere allogener Stammzelltransplantation ihr Potenzial bezüglich gesteigerter Heilungsraten besser ausschöpfen.
Titel
Immuntherapien bei Kindern und Jugendlichen mit akuter lymphoblastischer Leukämie und hochmalignen Lymphomen
Verfasst von
Univ.-Prof. PD Dr. Andishe Attarbaschi
Publikationsdatum
28.11.2023
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Pädiatrie & Pädologie / Ausgabe 6/2023
Print ISSN: 0030-9338
Elektronische ISSN: 1613-7558
DOI
https://doi.org/10.1007/s00608-023-01154-5
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

Kongressdossier zum Deutschen Krebskongress 2026

18. - 21. Februar 2026 | BerlinAuf dieser Seite halten wir Sie mit tagesaktuellen Berichten vom Deutschen Krebskongress auf dem Laufenden. Außerdem finden Sie hier Ausblicke auf spannende Themen, die vor Ort diskutiert werden. Expertinnen und Experten erzählen, auf welche DKK-Sessions sie sich besonders freuen.

Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Passend zum Thema

APDS im Praxisalltag erkennen

Das klinische Bild von APDS ist heterogen mit erhöhter Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Autoimmunität, Malignität, Allergien und Autoinflammation. Betroffene weisen zwar typische Laborabnormitäten auf, aber eine eindeutige Diagnose kann jedoch nur anhand einer genetischen Untersuchung gestellt werden.

Pathomechanismus – warum Betroffene unter APDS leiden

Ursache von APDS (Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome) ist ein Gendefekt der zellulären Phosphoinositid-3-Kinase δ (PI3Kδ). Dieses Enzym gehört zur Familie der Kinasen und spielt eine zentrale Rolle bei der zellulären Signaltransduktion, insbesondere bei der Entwicklung und Funktion des Immunsystems.

ANZEIGE

Seltener Immundefekt: Activated Phosphoinositide 3-Kinase δ Syndrome (APDS)

Beim Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome (APDS) handelt es sich um einen seltenen, schweren progredienten Immundefekt mit äußerst heterogener Symptomatik. Eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie ist für das Überleben der Patienten von entscheidender Bedeutung. 

Bildnachweise
Berlin/© amyrxa / stock.adobe.com, Arzt untersucht Teenager an den Lymphknoten/© South_agency | GettyImages (Symbolbild mit Fotomodellen), Pathomechanismus APDS/© Pharming, Teenagerin sitzt im Bett, während sie hustet/© Vladimir Vladimirov | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodell)