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22.12.2020 | Akute lymphatische Leukämie | Leitthema | Ausgabe 1/2021

Monatsschrift Kinderheilkunde 1/2021

Neue Strategien zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit akuter lymphoblastischer Leukämie

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 1/2021
Autoren:
Prof. Dr. G. Cario, G. Escherich, A. Möricke, J. Alten, D. M. Schewe, S. Vieth, M. Stanulla, M. Zimmermann, M. Schrappe
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Hansen, Hannover

Zusammenfassung

Die Heilungschancen von Kindern und Jugendlichen, die an einer akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) erkrankt sind, haben sich durch die Fortentwicklung der auf risikoadaptierter Stratifizierung beruhenden Therapie im Rahmen multizentrischer Therapieoptimierungsstudien über die letzten Jahrzehnte deutlich verbessert. Dennoch erleiden noch immer ca. 10–15 % der Patienten ein Rezidiv der Erkrankung, zudem sind Akuttoxizität und Langzeitfolgen z. T. erheblich. Die Möglichkeiten der klassischen Polychemotherapie scheinen weitgehend ausgeschöpft, und eine weitere Erhöhung der Therapieintensitäten zur Verbesserung der Prognose muss kritisch gesehen werden. Ziel ist deshalb die weitere Optimierung der Therapie durch verbesserte Stratifizierung unter Anwendung neuer prognostischer Marker und durch Modifizierung der Behandlung mit Einbeziehung moderner und zielgerichteter Therapiemodalitäten. Grundlage sind sowohl rasante Fortschritte in der molekularen Charakterisierung der ALL, einschließlich der Identifizierung aktivierter Signalwege als Zielstrukturen einer gerichteten Therapie, als auch die Weiterentwicklung verschiedener immuntherapeutischer Ansätze. Darauf aufbauende aktuelle europäische Konzepte zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit ALL bei Ersterkrankung werden vorgestellt.

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