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07.12.2020 | Akute myeloische Leukämie | Journal club | Ausgabe 12/2020

Akute myeloische Leukämie
InFo Hämatologie + Onkologie 12/2020

Azacitidin und Venetoclax bei zuvor unbehandelter AML

Zeitschrift:
InFo Hämatologie + Onkologie > Ausgabe 12/2020
Autor:
Prof. Dr. med. Erhard Hiller
Hintergrund und Fragestellung: Die Prognose älterer Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) ist deutlich ungünstiger als die jüngerer Patienten. Die Zahl von kompletten Remissionen ist niedrig und die Langzeitremissionen liegen unter 10 %. Gründe dafür sind unter anderem, dass die AML bei älteren Menschen oft aus myelodysplastischen Syndromen (MDS) hervorgeht, die sich durch zytogenetische und molekulare Charakteristika auszeichnen, die zur Resistenz gegenüber zytotoxischen Medikamenten führen. Da auch häufig der Allgemeinzustand keine Polychemotherapie zulässt, wurden in der Vergangenheit zunehmend hypomethylierende Substanzen, wie zum Beispiel Azacitidin und Decitabin, eingesetzt. Diese führen zwar zu weniger Toxizität, aber auch nur zu Raten an Komplettremissionen in der Größenordnung um 30 %; zudem ist das Therapieansprechen von kurzer Dauer und das Überleben beträgt weniger als ein Jahr. In neueren Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass in AML-Blasten die Expression des Proteins BCL2 ("B-Cell-Lymphoma 2") deutlich erhöht ist und dies sowohl mit einem schlechteren Ansprechen auf Chemotherapeutika als auch mit einem geringeren Überleben der AML-Patienten einhergeht. ...

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