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Überleben mit AML: Es geht bergauf!

Erschienen in:

Auszug

Die Überlebensraten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) hätten sich seit den 1970er-Jahren kontinuierlich verbessert, berichtete Dennis Görlich, Münster. Er hat Angaben aus der US-amerikanischen Datenbank SEER von 37.615 Erwachsenen ausgewertet, die in den Jahren 1975 bis 2021 an AML erkrankt waren [Görlich D et al. Acute Leukemias. 2025;Poster P010]. Das mediane Gesamtüberleben (OS) stieg von zwei Jahren in den 1970er-Jahren bis auf acht Jahre in den 2020er-Jahren an. Die 5-Jahres-OS-Rate betrug in den 1970er-Jahren 4,53 %, in den 1980er-Jahren 7,42 % und in den 1990er-Jahren 11,99 %. In der ersten Dekade dieses Jahrtausends stieg sie weiter auf 18,14 % an und lag in der 2010er-Dekade bei 20,8 %. Über den betrachteten Zeitraum hatte die Zahl der Betroffenen zugenommen, die eine Chemotherapie erhalten hatten. Das galt ebenfalls für über 60-Jährige. Auch Stammzelltransplantationen wurden in den späteren Dekaden bei Älteren häufiger durchgeführt. Der Anteil derjenigen mit sekundärer AML, die mit einer ungünstigeren Prognose einhergeht, hat allerdings über die Zeit zugenommen. Görlich hält es für sehr wahrscheinlich, dass der stetige Anstieg der Lebenserwartung mit einer verbesserten Therapie und Therapieverfügbarkeit zusammenhängt, seit 2000 ist die Stammzelltransplantation auch für einige ältere Patienten eine Option. …
Titel
Überleben mit AML: Es geht bergauf!
Verfasst von
Dipl.-Biol. Friederike Klein
Publikationsdatum
26.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Im Fokus Onkologie / Ausgabe 3/2025
Print ISSN: 1435-7402
Elektronische ISSN: 2192-5674
DOI
https://doi.org/10.1007/s15015-025-4228-8

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