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Akute untere Gastrointestinalblutung

Diagnostik und Management

  • 01.05.2003
  • Schwerpunkt: Gastroenterologische Notfälle
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die meisten (80%) akuten unteren gastrointestinalen Blutungen sistieren spontan, jedoch ist in 25% der Fälle mit einer erneuten Blutung zu rechnen. Die Intensität und Art der Blutung (Hämatochezie, Teerstuhl, okkulte Blutung) bestimmt das diagnostisch-therapeutische Vorgehen (Ösophagogastroduodenoskopie, Koloskopie, Angiographie der Mesenterialarterien, Enteroskopie, Kapselendoskopie) und dessen Dringlichkeit. Meist lassen sich akute untere gastrointestinale Blutungen konservativ oder durch endoskopische Intervention (Injektionstherapie, Clipapplikation, Koagulation und Ligatur) beherrschen. Bei massiver Blutung ist jedoch die Koloskopie und Lokalisation der Blutungsquelle technisch erschwert. Notfalloperationen sind nur indiziert, wenn sich Patienten mit hämodynamisch bedrohlicher Blutung durch endoskopische Intervention oder Mesenterialangiographie in Embolisationsbereitschaft nicht stabilisieren lassen.
Titel
Akute untere Gastrointestinalblutung
Diagnostik und Management
Verfasst von
Priv.-Doz. Dr. B. Braden
W. F. Caspary
Publikationsdatum
01.05.2003
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Innere Medizin / Ausgabe 5/2003
Print ISSN: 2731-7080
Elektronische ISSN: 2731-7099
DOI
https://doi.org/10.1007/s00108-003-0911-y
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