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17.10.2017 | Akutes Koronarsyndrom | Schwerpunkt | Ausgabe 8/2017

Herz 8/2017

Fokussiertes Update zur dualen Plättchenhemmung

ESC-Leitlinie 2017

Zeitschrift:
Herz > Ausgabe 8/2017
Autoren:
Prof. Dr. A. Schäfer, J. Bauersachs

Zusammenfassung

Die duale antithrombozytäre Therapie (DAPT) ist ein Eckpfeiler der Nachbehandlung interventionell versorgter Patienten sowohl nach elektiver Koronarintervention als auch nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS; ST-Strecken-Hebungs-Infarkt, Nicht-ST-Strecken-Hebungs-Infarkt, instabile Angina pectoris). In den vergangenen Jahren wurde besonders die zusätzlich zur niedrig dosierten Acetylsalicylsäuregabe durchgeführte P2Y12-Hemmung intensiv diskutiert. Hierbei ging es nach elektiver Koronarintervention v. a. um die Dauer einer notwendigen dualen Thrombozytenhemmung, die sich mit Einführung der modernen Generation der medikamentenbeschichteten Stents deutlich verringert hat. Im Bereich des ACS stellte sich die Frage, wann anstelle von Clopidogrel eines der beiden potenteren Medikamente Prasugrel oder Ticagrelor verwendet werden sollte. Eine mögliche Verlängerung der Zeitspanne kommt bei Hochrisikopatienten nach Myokardinfarkt ins Spiel und bei Patienten nach Implantation eines bioabsorbierbaren Scaffolds. Besonderes Augenmerk gilt all jenen Patienten, die z. B. aufgrund von Vorhofflimmern antikoaguliert werden und zusätzlich eine Thrombozytenhemmung nach Stentimplantation benötigen. Im vorliegenden Artikel werden die Bewertungen des Focused Update DAPT 2017 der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) zusammenfassend dargestellt. V. a. widmen sich die Empfehlungen auch den Strategien zur Reduzierung eines erhöhten Blutungsrisikos aufgrund klinischer Prädiktoren.

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