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02.10.2020 | Akutes Leberversagen | CME

Akutes Leberversagen – die Bedeutung einer schnellen Diagnostik und frühen Therapieeinleitung

Zeitschrift:
Der Internist
Autoren:
Dr. med. M. Busch, H. H. Wedemeyer
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

G. Hasenfuß, Göttingen
H. Lehnert, Salzburg
E. Märker-Hermann, Wiesbaden
J. Mössner, Leipzig (Schriftleitung)
A. Neubauer, Marburg

Zusammenfassung

Das akute Leberversagen (ALF) ist eine seltene Krankheit mit hoher Letalität. Es ist definiert als Koagulopathie und Enzephalopathie beim zuvor Lebergesunden. Die Ätiologie ist beim ALF ein entscheidender prognostischer Faktor und unterscheidet sich je nach Herkunftsland des Patienten. Während in vielen Ländern hepatotrope Viren Hauptauslöser sind, überwiegen in den westlichen Industrienationen medikamentös-toxische Ursachen sowie Autoimmunphänomene. Das ALF durchläuft verschiedene Phasen. Das Vollbild des ALF ist meist nicht mehr ursächlich behandelbar, sondern erfordert vor allem die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit einem Transplantationszentrum. Sofern kausale Therapien existieren, ist ihre Wirksamkeit stark vom Zeitpunkt des Einsatzes abhängig. Bestenfalls wird durch sie der Leberschaden komplett verhindert. Intensivmedizinisch rückt im Vollbild des ALF die Behandlung des drohenden Multiorganversagens in den Mittelpunkt. Hier wurden durch Arbeiten zur Plasmapherese neue Therapiestandards etabliert.

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