Geschlechts- und Genderunterschiede in der Nephrologie
Akute Nierenschädigung
- 22.01.2026
- Akutes Nierenversagen
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 22.01.2027
- Anzahl Versuche
- 2
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Die akute Nierenschädigung („acute kidney injury“, AKI) ist ein häufiger Symptomkomplex, der bei bis zu 15 % der stationär behandelten Patient:innen im Laufe des Krankenhausaufenthalts auftritt und einen wesentlichen Prädiktor für die Entstehung einer chronischen Nierenkrankheit („chronic kidney disease“, CKD) darstellt [1]. Während die KDIGO(Kidney Disease: Improving Global Outcomes)-Leitlinien von 2012, nach denen das AKI aktuell definiert wird, noch auf ein erhöhtes AKI-Risiko bei Frauen verweisen, zeigen neuere klinische Studien und Metaanalysen, dass zumindest in bestimmten Kontexten das männliche Geschlecht mit einem erhöhten AKI-Risiko assoziiert ist. Dieser Artikel soll Einblicke geben, unter welchen klinischen Bedingungen das biologische Geschlecht das Risiko für das Auftreten einer AKI beeinflusst, die aktuelle Studienlage darstellen und mögliche biologischen Mechanismen skizzieren, die diese Geschlechtsunterschiede erklären könnten. Zudem soll die aktuelle Datenlage zu AKI bei Transgender-Personen vorgestellt werden.
Nach Absolvieren dieser Fortbildungseinheit …
- kennen Sie die aktuelle Studienlage zu Geschlechtsunterschieden bei akuter Nierenschädigung (AKI).
- können Sie unterschiedliche Ursachen der AKI bei Frauen und Männern erkennen und geschlechtsspezifische Risikofaktoren identifizieren.
- Verstehen Sie die Rolle von Sexualhormonen bei der Pathophysiologie der AKI.
- können Sie die entsprechenden Referenzbereiche für Serumkreatininwerte bei Transgender-Personen anwenden.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt.