Zum Inhalt

Renale Rekompensation nach akuter Nierenschädigung bei chronisch kritisch kranken Patienten

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Studie beschreibt den Verlauf der renalen Rekompensation nach Dialysepflicht für chronisch kritisch kranke Patienten in der Postakutphase. Die Studienergebnisse zeigen, dass erfolgreiche Dialyseauslassversuche auch Monate nach einer AKI in einer spezialisierten Einrichtung möglich sind. Bei 20 % der Patienten mit erfolgreichem Dialyseauslassversuch (welcher bei insgesamt 33 % aller Patienten in der Studie erfolgreich war) gelang die renale Rekompensation erst mehr als 3 Monate nach der Manifestation der dialysepflichtigen akuten Nierenschädigung (AKI). Die zeitliche Dauer der renalen Rekompensation unterscheidet sich zwischen den Patienten mit und ohne vorbestehende chronische Niereninsuffizienz (CKD) nicht. Die Ursache der Dialysebehandlung, wie z. B. eine Sepsis, ein chirurgischer Eingriff, eine Reanimation, sowie Risikofaktoren, wie z. B. Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, Atherosklerose, zeigten im multivariaten Hazard-Modell für die Entwöhnung der Patienten von der Dialyse keinen statistisch signifikanten Einfluss. Lediglich das Alter der Patienten beeinflusste die Entwöhnung von der Dialyse bei chronisch kritisch kranken Patienten statistisch signifikant.
Titel
Renale Rekompensation nach akuter Nierenschädigung bei chronisch kritisch kranken Patienten
Verfasst von
Dr. M. Spacek, MBA
K. Kunze
J. Mehrholz
Publikationsdatum
09.10.2018
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 5/2019
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-018-0488-9
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Differenziertes Kreislaufmanagement – Herzfrequenz und Kreislauf gezielt stabilisieren

Kritisch kranke Patienten mit hämodynamischer Instabilität stellen besondere Anforderungen an das Kreislaufmanagement. Während beim septischen Schock gezielte Vasopressor-Therapie im Vordergrund stehen, ist bei supraventrikulären Tachykardien ein kontrolliertes Frequenzmanagement entscheidend. Zwei bewährte Strategien – differenziert angewendet.

AOP Health
ANZEIGE

Der kritisch kranke Patient – Frequenz und Blutdruck kontrollieren

Hämodynamische Instabilität ist häufig und prognostisch ungünstig. Kurzwirksame Betablocker ermöglichen eine kontrollierte Frequenzsenkung bei Tachykardien. Im septischen Schock steht hingegen der gezielte Einsatz vasoaktiver Substanzen zur Kreislaufstabilisierung im Vordergrund.

ANZEIGE

Akutsituation Vorhofflimmern

Betablocker sind ein unverzichtbares Tool auf jeder Intensivstation. Ultrakurzwirksame, kardioselektive Substanzen ermöglichen selbst bei reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion eine effektive Frequenzkontrolle mit begrenztem Einfluss auf den Blutdruck.

Bildnachweise
Teaserbild AOP CH/© AOP Health Group, Grafik eines Schalters, der gedreht wird. Overlay mit der Schrift "ICU" und einem Intensivpatienten/© AOP Health, Grafik von einem menschlichen Herzen mit Visualisierung des Herzschlags im Hintergrund/© AOP Health