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11.01.2018 | Akutes Nierenversagen | Übersichten | Ausgabe 1/2020

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 1/2020

Neue Nierenfunktionstests: Renal-funktionelle Reserve und Furosemidstresstest

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 1/2020
Autoren:
Prof. Dr. D. Kindgen-Milles, Dr. T. Slowinski, Dr. T. Dimski
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Buerke, Siegen

Zusammenfassung

Eine akute Nierenfunktionsstörung („acute kidney injury“, AKI) betrifft etwa 30–50 % der Intensivpatienten, bei 10–15 % ist erstmals eine Nierenersatztherapie notwendig. Die Krankenhaussterblichkeit beträgt bis zu 50 %. Von den Überlebenden werden innerhalb der nächsten 10 Jahre bis zu 20 % terminal niereninsuffizient. Eine exakte Beurteilung der aktuellen Nierenfunktion sowie eine Vorhersage über den zu erwartenden Verlauf und die Prognose bez. der renalen Erholung sind essenziell, um zeitnah Maßnahmen zur Prophylaxe und Therapie einleiten zu können. Die klassischen Retentionsmarker Kreatinin und Harnstoff sind in diesem Kontext wenig hilfreich, weil beide eine Abnahme der glomerulären Filtrationsrate (GFR) nur ungenau und zu spät anzeigen. Cystatin C ist ein neuer Marker, der im Vergleich zu Kreatinin früher und weniger beeinflusst von anderen Faktoren eine Reduktion der GFR anzeigt. Neue dynamische Funktionsmarker sind der Furosemidstresstest (FST) und die Bestimmung der renal-funktionellen Reserve (RFR). Der FST besteht aus der Kurzinfusion von 1–1,5 mg/kgKG Furosemid bei Patienten mit AKI. Ein Anstieg der Diurese auf >100 ml/h deutet auf eine GFR von >20 ml/min hin und macht eine Progression in das Stadium III der AKI oder eine Dialysenotwendigkeit unwahrscheinlich. Die Bestimmung der RFR erfolgt durch die orale oder intravenöse Applikation einer hohen Aminosäurendosis. Die dadurch verursachte Zunahme der GFR erlaubt Rückschlüsse über eine noch vorhandene Reservekapazität und ermöglicht eine genauere Beurteilung der renalen Erholung. Beide Tests können in Zukunft präzisere Aussagen über die aktuelle Nierenfunktion sowie die zu erwartende Entwicklung im Kurz- und Langzeitverlauf liefern.

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