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05.03.2019 | Akutes Nierenversagen | Leitthema | Ausgabe 4/2019

Der Anaesthesist 4/2019

Perioperative akute Nierenschädigung

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 4/2019
Autoren:
M. Küllmar, PD Dr. M. Meersch

Zusammenfassung

Hintergrund

Die akute Nierenschädigung („acute kidney injury“, AKI) ist eine häufige Komplikation im perioperativen Bereich und geht mit einer erhöhten Morbidität und Letalität einher. Die AKI stellt einen unabhängigen Risikofaktor für ein verschlechtertes Outcome dar. Die Leitlinien der Kidney Disease: Improving Global Outcome (KDIGO) definieren die AKI anhand der Serum-Kreatinin-Konzentration und/oder der Urinausscheidung. Da es keine kausale Therapie gibt, kommen der frühen Detektierung und der frühzeitigen Implementierung präventiver Maßnahmen besondere Bedeutung zu.

Ziel der Arbeit

Diese Arbeit soll einen Überblick über das Erkrankungsbild der perioperativen AKI geben. Die Empfehlungen zu Diagnostik, Prävention und Therapie werden dargestellt.

Methoden

Anhand aktueller Literatur wird die verfügbare Evidenz zusammengefasst.

Ergebnisse

Neue renale Biomarker zeigen einen Nierenstress an und können frühzeitig eine AKI vorhersagen. Insbesondere die Implementierung der „KDIGO bundles“ (Diskontinuierung aller nephrotoxischen Medikamente, Optimierung des Volumenstatus und des Perfusionsdrucks, Erwägung eines erweiterten funktionellen hämodynamischen Monitorings, regelmäßige Kontrollen von Serum-Kreatinin-Konzentration und Urinausscheidung, Vermeidung von Hyperglykämien und Erwägung von Alternativen zu Kontrastmitteln) sowie die entfernte ischämische Präkonditionierung haben bei Hochrisikopatienten eine signifikante Reduktion der der AKI-Inzidenz erzielt.

Schlussfolgerung

Zur frühzeitigen Diagnose und zur Prävention der AKI sollten die Handlungsempfehlungen der KDIGO-Leitlinien umgesetzt werden. Hochrisikopatienten sollten frühzeitig detektiert werden, um unverzüglich präventive Maßnahmen implementieren zu können.

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