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01.11.2005 | Originalien | Ausgabe 11/2005

Der Ophthalmologe 11/2005

Akutes Winkelblockglaukom nach massiver intraokularer Blutung bei exsudativer altersbedingter Makuladegeneration unter gerinnungshemmender Therapie

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 11/2005
Autoren:
PD Dr. T. Schlote, N. Freudenthaler, F. Gelisken

Zusammenfassung

Hintergrund

Das sekundäre Winkelblockglaukom nach massiver intraokularer Blutung aus einer exsudativen altersbedingten Makuladegeneration (AMD) unter gerinnungshemmender Therapie ist ein seltenes, dann aber häufig therapierefraktär verlaufendes Krankheitsbild.

Patienten

Berichtet wird über 4 Patienten (Alter 70–76 Jahre), bei denen an einem Auge ein blutungsbedingtes Winkelblockglaukom unter gerinnungshemmender Therapie bei Vorliegen einer exsudativen AMD auftrat. Bei 3 Patienten kam es unter Phenprocomoun (Marcumar®) zur Blutung, bei einem unter thrombolytischer Therapie mit Heparin in Kombination mit einem Thrombozytenaggregationshemmer. Ein Auge zeigte sich bei Erstvorstellung bereits erblindet. Bei 3 Augen wurde innerhalb weniger Tage der Versuch einer operativen Sanierung mittels Pars-plana-Vitrektomie unternommen. Innerhalb weniger Monate erblindeten trotz operativer Intervention 2 weitere Augen, bei einem blieb Lichtscheinwahrnehmung erhalten. Bei diesen 3 Augen entwickelte sich innerhalb weniger Monate eine Bulbushypotonie.

Schlussfolgerungen

Eine massive intraokulare Blutung mit sekundärem Winkelblockglaukom kann Erstmanifestation einer Überdosierung mit Phenprocomoun sein. Die vitreoretinale Chirurgie (Vitrektomie) scheint die Prognose quoad visum nicht zu verbessern, verhindert aber die frühe Enukleation der meisten Augen.

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