Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) ist ein empirisch wirksames Verfahren zur Reduktion psychischer Belastungen und Steigerung der Lebensqualität bei Krebspatient:innen und Überlebenden. Im Behandlungsmodell der ACT existieren 6 therapeutische Kernprozesse (Werte, Commitment, Akzeptanz, Achtsamkeit, Defusion, Selbst als Kontext), die die psychische Flexibilität fördern und mit geringerer psychischer Belastung assoziiert sind. Ziel des vorliegenden Artikels ist es, die ACT und ihre therapeutische Haltung sowie ihre aktuelle empirische Befundlage vorzustellen. Zudem werden konkrete Anwendungsbeispiele beschrieben, die im (psycho)onkologischen Arbeitsalltag von Ärzt:innen/Psychoonkolog:innen in Form von kurzen erfahrungsbezogenen Übungen, prägnanten Fragen und Metaphern (sog. Mikrointerventionen) eingesetzt werden können. Diese Interventionen können Patient:innen dabei unterstützen, trotz belastender Gedanken und Gefühle ein werteorientiertes Leben im Hier und Jetzt zu leben.