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Optimierte IgG-Antikörper-Diagnostik der exogen-allergischen Alveolitis und pulmonaler Mykosen mittels neu evaluierter Spannweiten und Häufigkeiten der IgG-Antikörper im ImmunoCAPTM

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Zusammenfassung

Hintergrund: Bei den meisten immunologischen pulmonalen Lungenkrankheiten mit IgG-Antikörpern gegen aviäre, mikrobielle und chemische Antigene sind die Bereiche, innerhalb derer die Antikörperwerte oberhalb der Cutoffs im IgG-ImmunoCAP™ variieren, die sogenannten Spannweiten, nicht bekannt. Darüber hinaus ist für viele Antigene noch nicht untersucht, wie häufig ihre IgG-Antikörper im ImmunoCAP™ bei Patienten mit diesen Lungenkrankheiten auftreten. Deshalb haben wir die Spannweiten und Häufigkeiten solcher IgG-Antikörper im IgG-ImmunoCAP™ evaluiert.
Methoden: 47.200 Seren von Patienten mit Verdacht auf eine exogen-allergische Alveolitis (EAA; Hypersensitivitätspneumonitis) oder eine pulmonale Mykose wurden auf 32 verschiedene IgG-Antikörper gegen Vögel, Bakterien, Schimmelpilze, Hefen und Chemikalien mit dem IgG-ImmunoCAP™-Test (Thermo Fisher Diagnostics, Freiburg, Deutschland) untersucht und retrospektiv ausgewertet.
Ergebnisse: Wir fanden große Unterschiede bei den Spannweiten der IgG-Antikörper mit Maximalwerten von 26 mgA/l für Mucor racemosus bis zu 4.640 mgA/l für Taube. Berücksichtigt man zusätzlich die Höchstwerte der Spannweiten aus der Literatur, so erreichen die Vogelantikörper Werte bis zu 7.280 mgA/l, die Schimmelpilze und Hefen Werte bis zu 1.707 mgA/l, die bakteriellen Thermoactinomyceten bis zu 206 mgA/l und die Chemikalien bis zu 139 mgA/l. Die ermittelten Spannweiten der Antikörper zwischen den jeweiligen Cutoff-Werten und den Maximalwerten der einzelnen Antigene können herangezogen werden, um zu entscheiden, ob ein nachgewiesener IgG-Antikörperwert schwach, mäßig oder stark positiv ist. Nach übereinstimmenden Angaben von zahlreichen Studien weist ein stark positiver IgG-Antikörper eher auf eine EAA oder eine pulmonale Mykose hin als ein schwach positiver IgG-Antikörper. Zudem zeigte sich, dass die Antigene mit den höchsten Werten - Taube, Wellensittich, Papagei und Aspergillus fumigatus - die Verursacher der häufigsten immunvermittelten Lungenerkrankungen sind, nämlich der Vogelhalterlunge und der pulmonalen Aspergillose. Die Auswertung der Häufigkeiten von acht wichtigen IgG-Antikörpern der EAA ergab die folgenden Prozentsätze: Taube 28 %, Aspergillus fumigatus 25 %, Wellensittich 23 %, Penicillium chrysogenum 11 %, Saccharopolyspora rectivirgula 7 %, Acremonium kiliense 6 %, Aureobasidium pullulans 5 % und Thermoactinomyces vulgaris 2 %.
Schlussfolgerung: Diese Studie ist die erste, die die Spannweite nicht nur von Vogel- und Aspergillus-fumigatus-IgG-Antikörper-Messwerten, sondern auch von Antikörperwerten 24 weiterer Umweltantigene evaluiert hat. Die Quantifizierung der IgG-Antikörper im Rahmen ihrer spezifischen Spannweiten kann dazu beitragen, die Serodiagnostik von immunvermittelten Lungenkrankheiten zu verbessern. Niedrige IgG-Werte sind überwiegend physiologischer Natur, während höhere Werte mit der EAA und den pulmonalen Mykosen korrelieren. Die zusätzlich ermittelten Häufigkeiten der acht IgG-Antikörper der allergischen Alveolitis können für die Entwicklung von Suchtests der EAA hilfreich sein.
Zitierweise: Sennekamp J, Lehmann E, Joest M. Improved IgG antibody diagnostics of hypersensitivity pneumonitis and pulmonary mycoses by means of newly evaluated serum antibody ranges and frequencies using IgG ImmunoCAP™. Allergo J Int 2022;31:172-82
Titel
Optimierte IgG-Antikörper-Diagnostik der exogen-allergischen Alveolitis und pulmonaler Mykosen mittels neu evaluierter Spannweiten und Häufigkeiten der IgG-Antikörper im ImmunoCAPTM
Verfasst von
Prof. Dr. med. Joachim Sennekamp
Emilia Lehmann
Marcus Joest
Publikationsdatum
05.09.2022
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