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24.05.2017 | Allergologie | Leitthema | Ausgabe 10/2017

HNO 10/2017

Anaphylaktische Reaktionen auf Impfstoffe

Hühnereiweißallergie und Influenza-H1N1‑Impfung

Zeitschrift:
HNO > Ausgabe 10/2017
Autoren:
Prof. Dr. med. L. Klimek, S. Wicht-Langhammer, L. von Bernus, C. Thorn, D. Cazan, O. Pfaar, K. Hörmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Allergische Reaktionen bei Grippeimpfungen sind ein bekanntes Phänomen, dennoch existieren nur wenig publizierte Statistiken, die über die Risiken Aufschluss geben. Gerade Patienten mit Hühnereiweißallergie müssen besonders sorgfältig behandelt werden, wenn bei einer Influenzapandemie vorwiegend Impfstoffe zum Einsatz kommen, die mittels embryonierter Hühnereier generiert werden.

Methoden

Es erfolgte die Aufarbeitung selektiv recherchierter Literatur zur Problematik allergischer Reaktionen bei Impfungen.

Ergebnisse

Die beiden häufigsten relativen Kontraindikationen bei zu impfenden Patienten sind das Vorliegen einer Hühnereiweißallergie oder eine vorherige anaphylaktische Impfreaktion. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer unerwünschten Reaktion kommt, ist bei diesen Patienten deutlich erhöht. Diese Risikopatienten sollten nur nach Risikoabwägung auf der Basis einer ausführlichen Anamnese und mit Vorsicht geimpft werden. Die Notfallroutine muss Vorsichtsmaßnahmen umfassen, die für das mögliche Eintreten anaphylaktischer Reaktionen ausreichend sind.

Schlussfolgerungen

Aktuelle Richtlinien zur Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen sind zu beachten. Beim Auftreten erster Symptome einer anaphylaktischen Reaktion kann durch einen raschen Therapiebeginn – die i.v.-Gabe von Adrenalin, Antihistaminika, Kortison und ggf. Betamimetika – das Fortschreiten der anaphylaktischen Reaktion meist verhindert werden. Alternativ ist bei dieser Patientengruppe der Einsatz von gestaffelten Impfungen („split protocol“) und eine nächtliche stationäre Überwachung in Erwägung zu ziehen.

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