Der Anteil der älteren Bevölkerung (>65 Jahre) in Deutschland wird von 26 % im Jahr 2013 auf 40 % im Jahr 2040 wachsen [
1]. Insbesondere ältere Hüftfrakturpatienten haben häufig komplexe Komorbiditäten und werden polypharmakologisch behandelt, was mit einer Zunahme postoperativer Komplikationen und Letalität einhergeht. Im Jahr 2013 betrug die aus europäischen Daten extrapolierte Anzahl deutscher Hüftfrakturpatienten 126/100.000 Einwohner und Jahr [
2‐
4]. Die Analyse des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) ergab im Bericht
2015 Hip Fracture eine stationäre Letalitätsrate von 4,9 % und eine gemeldete Komplikationsrate von 16,3 % [
5]. Insgesamt liegt die Sterblichkeit einen Monat nach der Hüftfraktur zwischen 4 und 12 % und erreicht nach einem Jahr bis zu 35 % [
5‐
7]. Der genannte Anteil beträgt zurzeit jährlich mehr als 33.500 Todesfälle in Deutschland [
3]. …