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Über dieses Buch

Detailliert und praxisnah fasst dieses Buch das aktuelle Fachwissen zur Beratung der Patienten vor einer allgemein- oder viszeralchirurgischen Operation und zur postoperativen Betreuung durch den Hausarzt zusammen. Neben den gängigen Eingriffen sind auch invasive Maßnahmen zur Unterstützung der Therapie berücksichtigt, wie Gastrostomien, Ports, Schrittmacher, suprapubische Dauerkatheter und Urostomata. Indikationen und Operationsprinzip der einzelnen Verfahren sind ebenso dargestellt wie mögliche Komplikationen und ihre postoperative Behandlung. In Form von Fragen und Antworten werden häufige Fragen des Hausarztes an den Chirurgen, aber ebenso des Patienten an den Hausarzt präzise und bündig beantwortet. Hohe Praxisrelevanz der Beiträge ist durch die Zusammenarbeit von Allgemeinärzten mit Experten aus den operativen Fachgebieten sichergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Der Schwerpunkt des Buches ist die prä- und poststationäre Betreuung allgemeinchirurgischer Patienten. Es umfasst insgesamt 23 Kapitel. Das erste Kapitel ist der Problematik der Kommunikation zwischen den niedergelassenen Kollegen und den Krankenhauschirurgen gewidmet. Im letzten Kapitel geht es um die psychosomatischen Aspekte chirurgischer Patienten. Alle weiteren Kapitel behandeln chirurgische Problematiken.
M. Korenkov

2. Kommunikation an Schnittstellen

Zur optimalen Behandlung der verschiedenen Gesundheitsstörungen bietet unser Gesundheitssystem viele Maßnahmen, die arbeitsteilig von einer zunehmenden Anzahl von Institutionen, Berufsgruppen und Spezialisten angeboten werden. Prozesse an den Schnittstellen zwischen hausärztlicher und stationärer bzw. spezialfachärztlicher Versorgung, wie sie in diesem Kapitel beschrieben werden, müssen in geteilter Verantwortung von allen Beteiligten inklusive der Patienten vor- und nachbereitet und begleitet werden.
P. Hänel, M. Herrmann

3. Perioperativer Umgang mit Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern

Aufgrund der hohen Inzidenz kardiovaskulärer Erkrankungen in der Bevölkerung besteht bei einem großen Teil der zu operierenden Patienten die Notwendigkeit einer Beeinflussung der Hämostase durch orale Antikoagulanzien (OAK) und/oder Thrombozytenaggregationshemmer (TAH). Das perioperative Management der OAK und TAH ist für die behandelnden Ärzte nach wie vor eine große Herausforderung und bedarf nicht selten einer interdisziplinären Abstimmung.
P. Schott

4. Haut- und Weichteilentzündungen und Wundmanagement

Eine Wunde ist die Unterbrechung des Gewebszusammenhangs an äußeren oder inneren Körperoberflächen mit oder ohne Gewebeverlust. Zumeist ist sie durch äußere Gewalt verursacht, kann aber auch alleinige Folge einer Krankheit sein, wie etwa beim Geschwür (Ulkus). Die häufigste Ursache für eine Entzündung ist eine banale Verletzung, durch die Krankheitserreger in die Weichteile eindringen. Die Behandlungsmöglichkeiten von Wunden und Entzündungen der Weichteile, auch von speziellen Formen wie dem diabetischen Fuß, dem Ulcus cruris venosum, bei Vorliegen eines Dekubitus sowie die Narbenbehandlung, werden in diesem Kapitel beschrieben.
G.F. Broelsch, A. Meybohm, P.M. Vogt

5. PEG

Immer häufiger werden Patienten aus dem häuslichen, ambulanten oder stationären Pflegebereich in ein Krankenhaus eingewiesen, weil eine unzureichende selbstständige Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr seitens der Angehörigen, des Hausarztes oder des Pflegepersonals als Einweisungsgrund angesehen wird. Sollten das Patientenwohl und sein Wille als Grundlage für die Indikation zur Nahrungsergänzung belegt sein, so kann eine künstliche Ernährung mittels einer PEG (perkutan endoskopische Gastrostomie als endoskopisch angelegter direkter Zugang zum Magen durch die Bauchwand diskutiert werden.
H. Berkermann

6. Port

Indikationen zur Implantation eines zentralvenösen Portes sind meistens die geplante intravenöse Chemotherapie oder eine länger andauernde parenterale Ernährung. Die Portimplantation wird meistens ambulant, bei besonderen Indikationen auch stationär durchgeführt. Der Eingriff kann sowohl unter Lokalanästhesie als auch in Vollnarkose erfolgen.
M. Korenkov

7. Schrittmacher und Defibrillatoren

Neben der Indikationsstellung zur Schrittmachertherapie stellt die Auswahl des Schrittmachersystems einen entscheidenden und auch für den Patienten prognostisch relevanten präoperativen Schritt dar. Entscheidend für die Systemauswahl sind die Anamnese des Patienten, das Ausmaß einer eventuell vorliegenden Herzinsuffizienz, die kardiale Grunderkrankung und die Pathophysiologie der Bradykardie.
P. Schott

8. Suprapubischer Dauerkatheter

Der suprapubische Dauerkatheter wird dem transurethralen vorgezogen, wenn die Harnröhre nicht durchgängig oder verletzt ist, wenn sie möglichst geschont werden soll und wenn eine längere Katheterliegezeit abzusehen ist.
S. Sachs

9. Urostoma

Die operative Harnableitung stellt in der Regel eine irreversible operative Maßnahme dar, welche zum Ziel hat, einen Teil des physiologischen Harn ableitenden Systems dauerhaft zu umgehen bzw. zu ersetzen. Die individuellen gesundheitlichen, anatomischen sowie kognitiven Voraussetzungen der betroffenen Patienten müssen hierbei präoperativ genau eruiert werden, um ein nachhaltig solides funktionelles Ergebnis zu gewährleisten und spätere Komplikationen bezüglich der Metabolik zu vermeiden. Zudem sollten bei der Wahl der Harnableitung die psychosoziale Situation sowie die Erwartungshaltung des einzelnen Patienten berücksichtigt werden, um postinterventionell eine mögliche Beeinträchtigung der Lebensqualität zu minimieren.
J.W. Thüroff, W. Jäger

10. Leistenhernie

Die Europäische Gesellschaft für Hernienchirurgie (EHS) hat eine Leitlinie zur Behandlungsstrategie bei Leistenhernien aufgestellt. Aufgrund der multifaktoriellen Genese von Beschwerden in der Leistenregion wird die Einteilung der Patienten in die folgenden Gruppen empfohlen: objektivierbare Leistenhernien ohne Beschwerden, mit Beschwerden sowie mit Anzeichen einer Inkarzeration. Leistenhernienoperationen sind mit einem relativ geringen Komplikationsrisiko verbunden.
M. Korenkov

11. Leistenschmerzen

Sehr häufig stellen sich Patienten mit Leistenschmerzen zum Ausschluss einer Leistenhernie vor. Bei einer objektivierbaren Vorwölbung besteht die Indikation zur operativen Behandlung einer Leistenhernie. Bei Patienten mit Leistenschmerzen ohne objektivierbare Hernienvorwölbung ist die diagnostische und therapeutische Strategie sehr variabel und manchmal schwierig.
A. Korenkov

12. Varikose

Varikose als Erkrankung ist in Deutschland weit verbreitet. Eine Multivarianzanalyse der Bonner Venenstudie zeigte, dass Krampfadern häufiger in höherem Alter und bei Frauen auftraten und mit Schwangerschaften korreliert waren. Grundsätzlich besteht bei allen Formen der Varikose ab Stadium C 2 die Indikation zur Therapie
T. Noppeney, H. Nüllen

13. Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie

Schilddrüsenoperationen können, von seltenen Ausnahmen abgesehen (z. B. akute Atemwegsdekompensation bei tracheal komprimierter Struma; Thyreotoxikose), zumeist elektiv durchgeführt werden. Die Indikationsstellung erfolgt stets nach sehr eingehender, symptom-, beschwerde- und befundorientierter Diagnostik, nicht selten erst nach langjähriger Beobachtung einer bereits mehrjährig kontrollierten Strumaentwicklung. Der allgemeinärztlichen Initialdiagnostik, Beratung und Weichenstellung kommt daher hinsichtlich einer operativen Therapie ebenso wie der nach einer Operation erforderlichen Weiterbetreuung eine ganz entscheidende Schlüsselstellung zu.
H. Dralle

14. Antirefluxchirurgie

Wegen der vielfältigen GERD-Symptomatik erscheint es sinnvoll, die Patienten folgenden Gruppen zuzuordnen: »klassische« GERD, therapierefraktäre GERD-Beschwerden, sekundäre Refluxbeschwerden und extraösophageale GERD-Beschwerden. Die Chirurgie der gastroösophagealen Refluxkrankheit ist »rein« rekonstruktiv und besteht aus zwei Schritten: Beseitigung der Hiatushernie durch eine Hiatoplastik und Bildung einer Fundoplikationsmanschette.
M. Korenkov

15. Thoraxmagen

Der Thoraxmagen ist eine fortgeschrittene Form der paraösophagealen Hiatushernie mit kompletter oder inkompletter intrathorakaler Magenverlagerung. Patienten mit Thoraxmagen lassen sich in folgende Gruppen einteilen: Patienten ohne Symptomatik, Patienten mit milder Symptomatik, Patienten mit ausgeprägter Symptomatik, Notfallpatienten.
M. Korenkov

16. Magenresektion und Gastrektomie

Die Indikationen zur Magenresektion und Gastrektomie sind unterschiedlicher Natur. Einerseits stellen konservativ nicht beherrschbare Ulzera etwa mit Penetration oder narbiger Stenosierung eine Indikation zur Magenresektion dar, wobei dieser Anteil der operativen Eingriffe dank der Protonenpumpeninhibitoren (PPI) stark zurückgegangen ist. Auf der anderen Seite erfordert das Magenkarzinom die onkologische subtotale Magenresektion (4/5) bzw. totale oder transhiatal erweiterte totale Gastrektomie mit systematischer D2-Lymphadenektomie
M. Mehdorn, I. Gockel

17. Adipositaschirurgie

Bei bestehender Indikation zur Adipositaschirurgie wird die Operationsvorbereitung in Abhängigkeit von den Komorbiditäten des adipösen Patienten durchgeführt. Die operativen Verfahren zur Behandlung des krankhaften Übergewichtes basieren auf den unterschiedlichen pathophysiologischen Prinzipien und existieren in verschiedenen Techniken und Varianten
M. Korenkov

18. Cholezystektomie

Laut der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Cholelithiasis besteht eine Indikation zur Cholezystektomie bei symptomatischer Cholezystolithiasis, akuter Cholezystitis, biliärer Pankreatitis, Porzellangallenblase, bei asymptomatischen Steinträgern mit Konkrementen > 3 cm und bei Gallenblasenpolypen > 1 cm. Die derzeit als Standard geltende Operationstechnik ist die laparoskopische Cholezystektomie
M. Korenkov

19. ERCP

Die endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikografie (ERCP) beschreibt eine kombinierte endoskopisch-radiologische Untersuchung mit Darstellung des biliären und pankreatischen Gangsystems durch retrograde Kontrastmittelinjektionen via Papille mittels eines Seitblickduodenoskops. Da die ERCP eine technisch anspruchsvolle endoskopische Untersuchung darstellt, bei der auch nicht immer vermeidbare Komplikationen auftreten können (2–10 %), sollte das zu bearbeitende klinische Problem im Vorfeld durch den Zuweiser (Hausarzt, Facharzt) mit dem Endoskopiker soweit diskutiert sein, dass die Indikation zur ERCP gegeben ist und keine alternative Untersuchungsmethode bei der Klärung der Fragestellung weiterhilft.
H. Berkermann

20. Pankreasresektion

Die anatomische Lage des Pankreas und die technische Herausforderung einer Pankreasresektionmachen eine strenge Indikationsstellung dieser Operation erforderlich. Sie sollte aus denselben Gründen nach Möglichkeit in Zentren für Pankreaschirurgie durchgeführt werden,da mit zunehmender Zahl an durchgeführten Pankreasresektionen eine signifikante Reduzierung der perioperativen Mortalität erreicht werden kann. Diese liegt in solchen Zentren heute bei unter 5 %.
A. Ulrich, H. Strothmann

21. Kolorektale Chirurgie

Bei gesicherter Diagnose eines kolorektalen Karzinoms wird die Indikation zur palliativen oder radikalen Operation gestellt. Eine radikale Operation kann abhängig von Ausmaß der Erkrankung (Staging) als Teil einer kombinierten Therapie (Radiochemotherapie + Chirurgie) oder als Primärtherapie angezeigt sein. Bei endoskopisch und histologisch gesichertem kolorektalem Karzinom müssen zunächst die Staginguntersuchungen eingeleitet werden. Bei vielen Patienten werden diese Maßnahmen ambulant durchgeführt.
M. Korenkov

22. Kolostoma

Ziele einer Stomaanlage sind die Gewährleistung der Darmentleerung, der Schutz bzw. die Entlastung einer Darmanastomose oder eine bessere Versorgung bei Stuhlinkontinenz. Abhängig von den Behandlungszielen und der Stomakonstruktion unterscheidet man zwischen doppelläufigen und endständigen Stomata sowie zwischen temporären und endgültigen Stomata. Jeder Stomaanlage sollte nach Möglichkeit eine intensive Vorbereitung vorausgehen.
M. Korenkov

23. Chirurgische Proktologie

Das Kapitel geht auf die häufigsten akuten (Analvenenthrombose, akute Analfissur, Analabszess) und chronischen (Hämorrhoiden, Analfisteln, Stuhlinkontinenz, Condylomata acuminata) proktologischen Erkrankungen und die erforderliche Betreuung vor und nach einem operativen Eingriff ein.
W. Asperger

24. Psychosomatik in der Chirurgie

Psychosomatische Beeinträchtigungen sind sehr häufige Phänomene, die bei unterschiedlichen Patientengruppen in allen chirurgischen Disziplinen vorkommen: Patienten mit anhaltenden Symptomen, bei denen Befund und Befindlichkeitsstörung von außen betrachtet nicht zusammenpassen; Patienten mit krankheitsbezogenen Befürchtungen, die sich auch durch wiederholte medizinische Untersuchungen nicht ausräumen lassen; Patienten mit chronischen Erkrankungen aller Art, die diese seelisch und sozial nicht bewältigen können; Patienten, bei denen eine sich auch psychisch auswirkende Traumatisierung berücksichtigt oder behandelt werden muss (z. B. Unfall- oder Gewaltopfer); Patienten, die ein psychosoziales Handicap, in der Regel eine Persönlichkeitsstörung, mitbringen; Patienten mit klinischen Essstörungen.
T. Loew

Backmatter

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