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04.07.2016 | Allgemeine Notfallmedizin | Übersichten | Ausgabe 7/2017

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 7/2017

Alarm- und Einsatzplanung an Krankenhäusern: Das konsequenzbasierte Modell

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 7/2017
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. med. T. Wurmb, P. Rechenbach, K. Scholtes
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Buerke, Siegen

Zusammenfassung

Eine wesentliche Anforderung an katastrophenmedizinische Planungen ist es, Komplexität zu reduzieren. Dies ist nicht nur für präklinische Einsatzkräfte essentiell, sondern auch für Krankenhäuser. Damit Kliniken von Großschadensereignissen oder Katastrophen nicht unvorbereitet getroffen werden, ist eine umfassende Alarm- und Einsatzplanung unerlässlich. Das traditionelle Modell unterteilt Schadensereignisse in externe und interne Lagen – je nach Ort des Ereignisses. Neben den unbestrittenen Vorteilen hat diese Einteilung aber auch Nachteile. In diesem Artikel stellen wir erstmals ein Modell vor, das die Konsequenzen eines Ereignisses für das betroffene Krankenhaus zur Grundlage der Unterteilung und Planung heranzieht. Die Vielzahl an möglichen Ereignissen lassen sich hierbei auf nur zwei Konsequenzen für das Krankenhaus reduzieren: die Störung der Funktionalität des Krankenhauses sowie die akute oder protrahiert verlaufende Überschreitung der Behandlungskapazität. Beide beeinflussen sich gegenseitig und stehen zueinander in einer wechselseitigen und abhängigen Beziehung. Das konsequenzbasierte Modell der Krankenhausalarm- und Einsatzplanung legt den Fokus der Planung darauf, Funktionalität zu erhalten bzw. wieder herzustellen und die Kapazität möglichst rasch wieder an den geforderten Bedarf anzupassen.

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