Analyse von Routinedaten in der Gesundheitsforschung: Validität, Generalisierbarkeit und Herausforderungen
- Open Access
- 30.01.2023
- Allgemeinmedizin
- Wissenschaftliche Methoden
Zusammenfassung
Hintergrund
Definitionen
Datenquellen für Sekundärdatenanalysen in der Gesundheitsforschung
Leitlinien zur Durchführung und Berichterstattung von Sekundärdatenanalysen
Itemb | Erläuterung |
|---|---|
Titel und Abstrakt | |
Titel und Abstrakt | Hinweis auf das Studiendesign, Studienpopulation, Sekundärdatenanalyse |
Schlagworte | Sekundärdatenanalyse als Schlagwort |
Einleitung | |
Hintergrund und Rationale | Kontext, Rationale und Zugang über Sekundärdaten |
Zielsetzung | Klar formulierte Fragestellung und Zielsetzung |
Methoden | |
Studiendesign | Eindeutige Identifizierung von Sekundärdatenanalyse und Studiendesign (z. B. Querschnitts‑, Kohorten‑, Fall-Kontroll-Studie) Ggf. Studienplan vorab publiziert/registriert |
Datenquelle | Umfassende Beschreibung der Datenquelle: Inhalte, Entstehung, ursprünglicher Verwendungszeck, Dateneigener, Bezugspopulation, Zeitraum, Klassifikationssysteme |
Rechtsgrundlage | Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung und -analyse |
Datenschutz | Schutz der personellen und institutionellen Daten |
Datenfluss | Beschreibung des Datenflusses enthalten Angaben zu Datenbereitstellung, -aufbereitung, -verknüpfung und -analyse |
Auswahlkriterien | Ein- und Ausschlusskriterien für die Studienpopulation Hat innerhalb der Datengrundlage eine Vollerhebung stattgefunden oder wird beschrieben, wie eine systematische oder zufällige Stichprobe gezogen wurde oder eine Randomisierung erfolgt ist? |
Analyseeinheit | Analyse auf Fall- oder Personenebene? Darstellung von Aggregationsniveau, Falldefinition und ggf. Gruppenbildung |
Variablen | Operationalisierung von Ziel- und Störgrößen, Expositionen, Prädiktoren und Effektmodifikatoren Angaben zu Variablenaufbereitung und -modifikation (z. B. Kategorienbildung, Umgang mit numerischen Variablen) Beschreibung von Maßnahmen zur internen Validierung und Plausibilisierung |
Studiengröße | Angabe zur Ermittlung der Studiengröße und ggf. Power |
Statistische Methoden | Beschreibung statistischer Methoden und insbesondere Umgang mit fehlenden/unplausiblen Daten |
Ergebnisse | |
Selektion der Studienpopulation | Selektion der Ursprungs- und der Studienpopulation z. B. als Flussdiagramm |
Ergebnisse | Angaben zur Deskription der Studienpopulation (auch Aggregationsniveau: Fall‑/Personenbezug), rohe und standardisierte/adjustierte Effektmaße und Informationen zu Subgruppen und Sensitivitätsanalysen |
Diskussion | |
Hauptergebnisse | Zusammenfassung von Hauptergebnissen in Bezug auf die Studienziele |
Interne Validität und Risiko von Verzerrungen | Diskussion des Risikos von Verzerrungen (z. B. Selektionsbias, Informationsbias, Confounding) und Maßnahmen, um diese Verzerrungen zu prüfen und in Ausmaß und Richtung zu bestimmen |
Stärken und Schwächen | Darstellung genereller Stärken und Schwächen Angaben zu Validität der Sekundärdaten und Eignung zur Beantwortung der Fragestellung Fehlende Informationen |
Interpretation | Interpretation mit Bezug zur Datengrundlage und vorhandener Evidenz |
Übertragbarkeit | Darstellung der externen Validität der Studienergebnisse |
Schlussfolgerungen | |
Fazit | Inhaltliches und methodisches Fazit |
Interessenkonflikte | |
Finanzierung | Angaben zu Finanzierung und Rolle der Geldgeber |
Rolle der Dateneigner | Rolle der Dateneigner bei Planung, Durchführung, Analyse und Interpretation der Studie |
Sonstige Interessenskonflikte | Angabe weiterer Interessenskonflikte |
Vor- und Nachteile von Sekundärdatenanalysen
Generelle Aspekte
Selektionsbias und Generalisierbarkeit
Validität und Plausibilität von Sekundärdaten und Sekundärdatenanalysen
Weitere spezifische Herausforderungen
Ausblick
Fazit für die Praxis
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Routinedaten werden zu einem anderen Zweck als für die wissenschaftliche Forschung erhoben, aber in der Sekundärdatenanalyse dann wissenschaftlich ausgewertet.
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Routinedaten haben einen vergleichsweise geringen Selektionsbias und eignen sich daher für die Darstellung des realen Versorgungsgeschehen.
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Aufgrund der verfügbaren größeren Fallzahl bieten sich Routinedaten für die Analysen von Subgruppen mit selteneren Merkmalen an.
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Jedoch sollten die vorliegenden Routinedaten sowie die Ergebnisse der Sekundärdatenanalyse möglichst intern und extern validiert werden.
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Publikationen von Sekundärdatenanalysen sollten anhand der entsprechenden Checklisten von Leser*innen genauso kritisch geprüft werden, wie Studien mit Primärdaten.