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Entwicklung von dokumentierten Diagnosen aus dem psychischen Formenkreis in der Hausarztpraxis – eine retrospektive Studie mit Routinedaten

Zusammenfassung

Hintergrund

Psychische Gesundheit ist entscheidend für die Lebensqualität und die Teilnahme am sozialen Leben. Die Prävalenz von psychischen Erkrankungen nimmt seit 20 Jahren weltweit zu. Allgemeinmediziner*innen als erste Ansprechpartner*innen in unserem Gesundheitssystem nehmen eine zentrale Stellung in der Diagnose und Therapie von psychischen Erkrankungen ein. Ziel der Arbeit war es, die Prävalenz dokumentierter psychischer Diagnosen in der hausärztlichen Versorgung zu beschreiben sowie Aspekte der damit einhergehenden Beanspruchung des Gesundheitssystems abzuleiten.

Material und Methoden

In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurden Routinedaten aus 17 Hausarztpraxen des überregionalen Versorgungsforschungsverbunds (Supraregional Health Service Research Network – SHRN) von 2001 bis 2023 herangezogen. Mithilfe bivariater Analysen wurden die Eigenschaften von Patient*innen mit und ohne dokumentierte psychische Diagnose hinsichtlich der Soziodemografie und des Inanspruchnahme Verhaltens untersucht.

Ergebnisse

Daten von 310.963 Patient*innen konnten in der Analyse berücksichtigt werden. Seit 2001 kam es zu einem Anstieg der dokumentierten psychischen Diagnosen auf bis zu 14 % im Jahr 2023, wobei die häufigste dokumentierte psychische Diagnose mit 5 % die Depression war. Die Anzahl an Überweisungen stieg von 4 % (2001) auf 23 % (2023). Für 77 % der Patient*innen mit einer psychischen Diagnose ist keine Überweisung zu einem Psychiater oder einer psychotherapeutischen Behandlung dokumentiert.

Schlussfolgerung

Passend zur internationalen Literatur werden Depressionen und Angststörungen am häufigsten kodiert. Äußere Umstände wie das Einführen der hausarztzentrierten Versorgung oder der COVID-19-Pandemie scheinen einen erheblichen Einfluss auf die Dokumentation von psychischen Diagnosen zu haben.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
ATC-Code
Anatomical Therapeutic Chemical Code
EBM
Einheitlicher Bewertungsmaßstab
GOÄ
Gebührenordnung für Ärzte
N06AA
Nichtselektive Monoamin-Wiederaufnahmehemmer
N06AB
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
N06AF
Monoaminoxidasehemmer, nichtselektiv
N06AG
Monoaminoxidase-A-Hemmer
N06AH
Homöopathische und anthroposophische Antidepressiva
N06AP
Pflanzliche Antidepressiva
N06AX
Andere Antidepressiva
In den letzten Jahren ist ein Anstieg psychiatrischer Erkrankungen in Routinedaten von Krankenkassen berichtet worden [1]. Die psychische Gesundheit ist nicht nur entscheidend für das Leistungsvermögen, sondern auch für die Teilnahme am sozialen Leben sowie für die Lebensqualität [2].
Allgemeinmediziner*innen sind oft die Ersten, an die sich Patient*innen mit psychischen Störungen wenden [3]. Wie sich der Anteil dieser Patient*innen speziell in der hausärztlichen Routineversorgung entwickelt hat, wurde bisher noch nicht untersucht.

Hintergrund und Fragestellung

Im World Mental Health Report der WHO (World Health Organization) von 2022 wurde beschrieben, dass rund 13 % der Weltbevölkerung mit einer psychischen Erkrankung leben. Den größten Anteil bilden davon Angststörungen (31 %) und depressive Störungen (29 %). Nach der COVID-19-Pandemie wurde ein Anstieg an beobachteten Fällen einer depressiven Störung von 28 % (von 2471 Fällen pro 100.000 Einwohner auf 3153 Fälle pro 100.000 Einwohner) und bei Angststörungen von 26 % (von 3825 Fällen pro 100.000 Einwohner auf 4802 Fälle pro 100.000 Einwohner) beobachtet [4].
Es ist bisher unklar, wie sich die Verteilung psychischer Erkrankungen in der hausärztlichen Praxis darstellt. Vor diesem Hintergrund war das Ziel der Studie, zu explorieren, mit welcher Prävalenz und in welcher Verteilung psychische Erkrankungen im hausärztlichen Bereich dokumentiert werden. Zudem sollte untersucht werden, welche Rückschlüsse sich daraus für die Inanspruchnahme des Gesundheitssystems sowie für das hausärztliche Management ableiten lassen.

Studiendesign und Untersuchungsmethoden

Datenerhebung

In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurden Daten von 17 Hausarztpraxen mit 38 Hausärzt*innen, des überregionalen Versorgungsforschungsverbunds (Supraregional Health Service Research Network – SHRN) zwischen 2001 und 2023 ausgewertet. Die teilnehmenden Praxen sind überwiegend in ländlichen Regionen Südwestdeutschlands, vor allem im Bundesland Baden-Württemberg, angesiedelt. Die Teilnahme der Praxen am SHRN erfolgt freiwillig; sie erhalten hierfür keinerlei finanzielle oder sonstige Incentives. Im Rahmen des Versorgungsforschungsverbunds werden die dokumentierten Daten über die Patient*innen in den teilnehmenden Praxen automatisiert anonymisiert und exportiert, sodass sie anschließend für die spezifische Forschungsfrage aufbereitet werden können. Die exportierten Routinedaten enthalten neben Stammdaten der Patient*innen Einträge zu den Diagnosen, Abrechnungen, Verordnungen, Anamnese- und Befunddaten, Überweisungen und Laborwerte. Der Export der Routinedaten erfolgt vollautomatisiert und verursacht für die teilnehmenden Ärztinnen keinen zusätzlichen Arbeitsaufwand. Für die vorliegende Untersuchung wurden alle Patientinnen eingeschlossen, die im Beobachtungszeitraum mindestens einmal in einer der teilnehmenden hausärztlichen Praxen behandelt wurden. Patient*innen, die nur aus Gründen der Pandemie eine der Praxen besuchten (um sich testen oder impfen zu lassen), wurden ausgeschlossen. Weitere Details zur Datenverarbeitung finden Sie bei Strumann et al. [5].

Fallidentifikation

Die hier betrachteten Fälle wurden für jedes Jahr mithilfe der dokumentierten psychischen Diagnosen (ICD-10-Kapitel V: F00-F99) identifiziert [6]. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden im Verlauf die Diagnosegruppen nach ICD-10, welche im Rahmen der Mental Health Surveillance (MHS) des Robert Koch-Instituts konsentiert wurden, herangezogen [7]. Daraus ergeben sich die Hauptgruppen: depressive Störungen (F32, F33, F34.1), Angststörungen (F40, F41), Erkrankungen des schizophrenen Formenkreises (Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störung) (F2), die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) (F43.1), die Alkohol- und Substanzabhängigkeit (F1) sowie sonstige psychische Störungen (alle anderen psychischen Diagnosen).

Zielvariablen

Neben der Prävalenz wurden auch die Therapiemodalitäten untersucht. Hierzu wurden potenzielle Therapieoptionen identifiziert, welche im Rahmen einer psychischen Erkrankung in der hausärztlichen Versorgung in Betrachtung gezogen werden können.
Dazu zählten unter anderem das ärztliche Gespräch im Kontext der psychosomatischen Grundversorgung (EBM: 35100 & 35110, GOÄ: 846, 847 & 849), sowie im Verlauf Überweisungen zur Durchführung von psychotherapeutischen Verfahren.
Darüber hinaus wurde die Psychopharmakotherapie als potenziell additive Therapieform erfasst. Grundlage der Analyse war dabei die Auswertung dokumentierter Verordnungen von Antidepressiva, identifiziert über deren ATC-Codes (N06AA, N06AB, N06AF, N06AG, N06AH, N06AP, N06AX).

Statistische Analyse

Die statistischen Analysen wurden auf Jahresebene für jede*n betrachtete*n Patient*in durchgeführt. Um die Eigenschaften von Patient*innen mit und ohne dokumentierte psychische Diagnosen hinsichtlich der Soziodemografie und des Inanspruchnahmeverhaltens zu charakterisieren, wurden die entsprechenden Variablen für die beiden Subgruppen tabellarisch dargestellt. Die Unterschiede zwischen den beiden Subgruppen wurden mithilfe des χ2-Tests bei kategorischen Variablen und dem zweiseitigen t‑Test bei numerischen Variablen auf Signifikanz getestet. Die Prävalenzen sowie die Therapie (Medikation und Überweisungen an psychiatrische und psychotherapeutische Einrichtungen) wurden im Zeitverlauf grafisch analysiert. Die statistischen Analysen wurden mit STATA 18 (StataCorp LLC, College Station, TX, USA), die grafischen Analysen mit MATLAB R2023b (MathWorks Inc, Natick, MA, USA) durchgeführt.

Ergebnisse

Soziodemografische Darstellung

Insgesamt gab es 1.707.922 jährliche Beobachtungen (Datenpunkte), von denen in 196.382 (11,5 %) Fällen eine psychische Diagnose dokumentiert wurde. Bei diesen Fällen war der Anteil der weiblichen Patient*innen signifikant höher als der Anteil der männlichen (61 % vs. 39 %, p < 0,1 %). Patient*innen mit einer psychischen Diagnose waren im Mittel 6,4 Jahre älter als Patient*innen ohne eine solche Diagnose (51,7 vs. 45,3 Jahre). Von insgesamt 310.963 Patient*innen kam es bei 72.172 (23 %) in dem Beobachtungszeitraum zur Vergabe mindestens einer psychischen Diagnose (Tab. 1).
Tab. 1
Stichprobeneigenschaften
Variable
Alle
Mit psychischer Diagnosea
Ohne psychische Diagnose
Differenzenc
Patient*innen
310.963
72.172
297.625
Jährliche Beobachtungen
n = 1.707.922 (100 %)
n = 196.382 (11,5 %)
n = 1.511.540 (88,5 %)
Soziodemografie
Weiblich
908.601 (53,2)
120.527 (61,4)
788.074 (52,1)
Männlich
794.659 (46,5)
75.703 (38,5)
718.956 (47,6)
Divers
1206 (0,1)
41 (0,0)
1165 (0,1)
Alter, µ (SD)
46,0 (22,2)
51,7 (20,9)
45,3 (22,2)
Altersgruppen (in Jahren)
<6
36.936 (2,2)
1791 (0,9)
35.145 (2,3)
6–17
149.648 (8,8)
6948 (3,5)
142700 (9,4)
18–34
378.835 (22,2)
36.096 (18,4)
342.739 (22,7)
35–49
376.058 (22,0)
44.392 (22,6)
331.666 (21,9)
50–64
377.430 (22,1)
51.705 (26,3)
325.725 (21,5)
65–79
265.503 (15,5)
33.555 (17,1)
231.948 (15,3)
>80
109.072 (6,4)
19.728 (10,0)
89.344 (5,9)
GKV
1.602.861 (93,8)
192.254 (97,9)
1.410.607 (93,3)
PKV
101.036 (5,9)
4028 (2,1)
97.008 (6,4)
Inanspruchnahme
Anzahl der Praxisbesuche, µ (SD)
4,4 (6,9)
9,8 (9,8)
3,7 (6,1)
6,1/5,5d
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) (ja)b, n/N (%)
328.235/1.152.799 (28,5)
66.822/134.616 (49,6)
261.413/1.018.183 (25,7)
24,0/25,1d
Anzahl AU-Tageb, µ/N (SD)
17/318.168 (30,4)
28,3/63.593 (43,8)
14,2/254.575 (25,2)
14,1/13,2d
Anzahl Verschreibungen an Medikamenten allgemein, µ (SD)
2,3 (4,4)
5,1 (6,3)
1,9 (3,9)
3,2/2,8d
Verschreibungen an Medikamenten allgemein (ja)
803.326 (47,0)
150.405 (76,6)
652.921 (43,2)
33,4/32,0d
Anzahl der Besuche bei irgendeinem Spezialisten, µ (SD)
2,1 (4,3)
4,9 (6,2)
1,7 (3,8)
3,1/2,7d
Vorstellungen beim Spezialisten (ja)
788.705 (46,2)
154.890 (78,9)
633.815 (41,9)
36,9/34,8d
Anzahl der Krankenhausaufenthalte, µ (SD)
0,3 (1,4)
0,8 (2,2)
0,3 (1,3)
0,6/0,5d
Krankenhausaufenthalt (ja)
220.951 (12,9)
54.266 (27,6)
166.685 (11,0)
16,6/14,8d
µ Mittelwert, SD Standardabweichung
aMit Erkrankungen aus dem demenziellen Formenkreis
bNur Patient*innen im erwerbsfähigen Alter (18–65)
cDifferenzen der Anteile bzw. Mittelwerte zwischen Patient*innen mit und ohne psychische Diagnose
dAltersadjustiert. Alle Unterschiede zwischen den beiden Gruppen sind auf dem 0,001-Niveau signifikant
Patient*innen mit einer psychischen Diagnose haben doppelt bis dreimal so oft Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen. Die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen bleiben auch nach einer Altersadjustierung bestehen. Im Durchschnitt suchten Patient*innen mit einer psychischen Diagnose 9,8-mal pro Jahr eine der teilnehmenden Praxen auf, zudem wurde bei mehr als drei Viertel eine Überweisung zu einem Spezialisten und bei mehr als einem Viertel eine Krankenhauseinweisung dokumentiert.
Fast der Hälfte dieser Patient*innen im erwerbsfähigen Alter (18–65 Jahre) wurde für durchschnittlich 28 Tage pro Jahr eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt.

Geschlechtsbezogene Entwicklung

Der Verlauf der dokumentierten psychiatrischen Erkrankungen im Vergleich zwischen den Geschlechtern sowie zwischen Patient*innen in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und in der privaten Krankenkasse (PKV) wird in Abb. 1 dargestellt.
Abb. 1
Anteil an psychischen Erkrankungen im Verlauf der Jahre (2001–2023)
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Altersverteilung

Bei der Betrachtung der Altersverteilung zeigte sich die gleichbleibend höchste Prävalenz gestellter psychischer Diagnosen bei den Patient*innen über 80 Jahre (mit Einschluss demenzieller Erkrankungen [F00, F01, F02, F03]; Abb. 2).
Abb. 2
Entwicklung der Altersverteilung an dokumentierten psychischen Diagnosen der Jahre 2001–2023
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Verteilung der Diagnosen nach der MHS

Die seit dem Jahr 2001 häufigste Prävalenz an psychischen Erkrankungen, die in der nationalen Mental Health Surveillance (MHS) abgebildet sind, stellte die Gruppe der Depression (F32, F33, F34.1) dar. Nach einem sukzessiven Rückgang im Laufe der Jahre kam es ab dem Jahr 2008 zu einer kontinuierlichen Steigerung auf maximal 5 % im Jahr 2017. Die zweithäufigste psychische Erkrankung stellten über viele Jahre die substanzbezogenen Störungen wie Nikotin- und Alkoholabusus dar. Dabei schwankten die Prävalenzzahlen stets bei 1,7 %–2,0 %. Ab dem Jahr 2021 löste die Angststörung die substanzbezogene Störung vom zweiten Platz ab. Die Zahl der dokumentierten PTBS-Diagnosen hat sich von 2021 (0,15 %) zum Jahr 2023 (0,3 %) verdoppelt. Insgesamt kontinuierliche Diagnoseprävalenzen mit rund 0,3 % stellten die Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen (F2) dar (Abb. 3).
Abb. 3
Entwicklung der Prävalenzen der Diagnosen nach der Mental Health Surveillance der Jahre 2001–2023
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Verteilung Psychopharmakotherapie/Überweisungen zu einem psychotherapeutischen Verfahren

Im Laufe der Jahre zeigt sich ein zunehmender Trend in Bezug auf Überweisungen zu einem psychotherapeutischem Verfahren sowie Verschreibungen von Psychopharmaka. Der Anteil der Patient*innen mit einer psychischen Erkrankung, die eine Überweisung zu einer psychotherapeutische Verfahren anbietenden Einrichtung erhielten, betrug 2001 4 % und stieg bis 2023 auf rund 23 % (Abb. 4).
Abb. 4
Entwicklung der Anteile der Patient*innen der Jahre 2001–2023 mit psychischer Diagnose, bei denen die Ziffer der psychosomatischen Grundversorgung abgerechnet wurde beziehungsweise eine psychotherapeutische Überweisung oder die Verordnung von Psychopharmaka dokumentiert wurde
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Diskussion

Ziel dieser Studie war es, die Prävalenz dokumentierter psychischer Erkrankungen und ihr Management in der allgemeinmedizinischen Tätigkeit abzubilden. Diese zeigt einen Anstieg von 2001–2023 von 12 % auf 14 %.
Im Jahr 2008 kommt es zu einem Abfall an dokumentierten Diagnosen sowie in der Abrechnung zu einem Abfall in Bezug auf die psychosomatische Grundversorgung. Ein Erklärungsmodell stellt die Einführung der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) im Jahr 2008 in Baden-Württemberg dar, an dem die Mehrheit der betrachteten Praxen teilnahm. Möglicherweise kam es in dem Jahr zu einer vermehrten Dokumentation in der HZV, die über die hier betrachteten Routinedaten nicht erfasst worden sind. Auch ist denkbar, dass Patient*innen mit psychischen Erkrankungen häufiger in die HZV gewechselt sind oder zu einem Wechsel seitens der Krankenkassen bzw. der Hausärzt*innen motiviert worden sind [8]. Zu dieser Deutung passt, dass es bei der Gruppe der privatversicherten Patient*innen zu einem solchen Abfall im Jahr 2008 nicht kam.
Ab dem Jahr 2009 lässt sich ein progredienter Anstieg an gestellten psychischen Diagnosen erkennen. Eine Erklärungshypothese wäre die bundesweite Einführung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs. Ziel war es, die finanziellen Auswirkungen einer unterschiedlichen Verteilung von Krankheitslast unter den Mitgliedern zwischen den Krankenkassen auszugleichen. Grundlage hierfür war die systematische Berücksichtigung von chronischen und schwerwiegenden Erkrankungen im Finanzausgleich. Unter anderem wurden damit für Hausärzt*innen und Krankenkassen Anreize einer genaueren Dokumentation chronischer Erkrankungen geschaffen [9]. Vor diesem Hintergrund könnte der beobachtete Anstieg psychischer Diagnosen teilweise Ausdruck eines veränderten Kodierverhaltens sein, das nicht unbedingt mit einer tatsächlichen Zunahme der Krankheitslast einhergeht.
Nach 2019 kam es dann zu einem Abfall dokumentierter Diagnosen psychischer Erkrankungen. Ein Erklärungsansatz stellt hier die COVID-Pandemie dar, bei der ein wesentlicher Teil der Versorgung ambulant stattfand. So berichtete die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), dass 19 von 20 COVID-19-Fällen in Praxen ambulant behandelt wurden [10]. Gleichzeitig hatte die Pandemie Auswirkungen auf die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen. Einerseits kam es zu einem Rückgang regulärer Arztbesuche aus Angst vor Ansteckung, andererseits zu einer veränderten Prioritätensetzung in den Praxen [11].
Seit 2021 imponiert eine Verdopplung an dokumentierten PTBS-Diagnosen. Bei insgesamt seltener Diagnose in der Praxis deutet dieses Ergebnis jedoch auf eine gestiegene Sensibilisierung für dieses Thema hin. Auch in Daten des Zentralinstituts der Krankenkassen (ZI) fällt eine Verdopplung der Diagnoseprävalenz bei der PTBS auf [1].

Gesellschaftliche/indirekte Folgen der Inanspruchnahme

Im Vergleich der Patientengruppen mit und ohne psychische Diagnose zeigt sich, dass bei einer psychischen Erkrankung meist häufiger der Hausarzt konsultiert wird. Der insgesamt steigende und hohe Trend an Arbeitsunfähigkeitstagen lässt sich auch in anderen Publikationen nachweisen [12] und verdeutlicht die hohen indirekten Kosten einer psychischen Erkrankung [13]. Altersadjustiert zeigt sich jedoch ein höherer Anteil an AU-Bescheinigungen bei den Patient*innen ohne psychische Diagnose. Denkbar wäre, dass AU-Bescheinigungen bei psychischen Erkrankungen längerfristig ausgestellt werden oder dass häufiger auf Grundlage einer „somatischen“ Erkrankung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wird.

Therapie in der Hausarztpraxis

Seit dem Jahr 2003 ist die psychosomatische Grundversorgung Teil der Weiterbildung für Allgemeinmediziner*innen [14]. Die Wirksamkeit der allgemeinärztlichen Grundversorgung wurde bereits mehrfach empirisch untersucht. Dabei zeigt sich, dass psychische Erkrankungen in der Allgemeinarztpraxis angemessen behandelt werden können und eine Überweisung an einen Spezialisten nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führt. Eine einfühlsame, fürsorgliche Haltung, die die Ressourcen der Patient*innen berücksichtigt, ist eine zentrale Kompetenz von Allgemeinmediziner*innen. Sie kann bereits heilend wirken und einer Fehlversorgungen vorbeugen [15]. Dabei ist zu berücksichtigen, dass psychosoziale Interventionen nicht allein durch die in den Routinedaten abgebildeten Leistungen erfasst werden, sondern sich auch in anderen hausärztlichen Kontakten, wie zum Beispiel in der Gesprächsführung oder in der Dauer eines einzelnen Praxiskontakts, widerspiegeln können.
Dazu passend sehen wir in den vorliegenden Daten, dass bei 77 % der Patient*innen mit einer psychischen Diagnose keine Überweisung zu einem Psychiater oder einer psychotherapeutischen Behandlung dokumentiert wurde. Das ist insofern wichtig, als auch die Kontinuität und die Koordination der Versorgung über den ambulanten Sektor hinaus eine der Schlüsselrollen der hausärztlichen Versorgung darstellt.

Stärken und Schwächen

Die hier betrachteten Daten stellen insofern einen Mehrwert dar, als dass sie nicht nur Abrechnungsdaten, sondern auch Diagnosen abbilden. Aufgrund der uns auch vorliegenden Daten der Patient*innen mit einer privaten Krankenversicherung kommt es zu einer vollständigeren Abbildung der Prävalenz.
Als eine Limitation der Studie ist hier die fehlende Repräsentativität zu nennen.
Letztlich kann aus den vorliegenden Daten nicht auf das Ausmaß von „Undereporting“ zu psychischen Diagnosen geschlossen werden. Bekannt ist, dass Gründe dafür, eine psychische Diagnose zu dokumentieren, von funktionalen und leistungsbezogenen Faktoren wie Abrechnungsaspekte über Kategorisierung für die Forschung bis hin zu individuellen Faktoren reichen. Dem gegenüberstehend kann es aus Angst vor Stigmatisierung oder einem nachteiligen Versicherungsstatus bei psychischen Diagnosen dazu kommen, dass eine psychische Erkrankung nicht dokumentiert wird [16].
Eine weitere Limitation besteht darin, dass die psychosomatische Grundversorgung erst seit 2003 in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin verpflichtend verankert ist [17]. Inwieweit Allgemeinmediziner*innen bzw. Internist*innen in hausärztlicher Tätigkeit die genannte Ziffer abrechnen können, lässt sich nicht differenzieren.
Darüber hinaus wird über unsere Ergebnisse nicht abgebildet, dass psychotherapeutische Behandlungen ebenfalls über Selbsteinweisung oder Selbstzahlung in Anspruch genommen werden können.
Allgemein ist bekannt, dass das ICD-10-System nicht die allgemeinmedizinische Arbeitsweise abbildet [18].
In welchem Ausmaß daher Abrechnungsaspekte sowie der Einfluss der HZV und die COVID-Pandemie auf die dokumentierten Diagnosen eine Rolle spielen, sollte Gegenstand zukünftiger Studien sein.

Schlussfolgerung

Systembedingte Einflüsse sowie internationale Gesundheitskrisen scheinen einen erheblichen Einfluss auf die Prävalenz dokumentierter psychischer Diagnosen zu haben. Patient*innen mit der Diagnose einer psychischen Erkrankung nehmen die hausärztliche Versorgung deutlich mehr in Anspruch als Patient*innen ohne eine solche Diagnose. Trotz steigender Diagnoseprävalenzen, insbesondere bei Depressionen sowie Angststörungen, wird durch Hausärzt*innen ein großer Teil der Patient*innen ausschließlich in der Praxis versorgt.

Fazit für die Praxis

  • Systembedingte Einflüsse scheinen einen erheblichen Einfluss auf die Prävalenz dokumentierter psychischer Diagnosen zu haben.
  • Bei einer vorliegenden psychischen Diagnose kommt es zu häufigeren hausärztlichen Konsultationen mit doppelt so vielen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.
  • Ein Großteil der Patient*innen mit psychischen Erkrankungen wird in der hausärztlichen Praxis behandelt.
  • Die psychosomatische Grundversorgung und die ärztliche Gesprächsführung stellen wesentliche Kompetenzen der Allgemeinmedizin dar.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

J. Fischer-Scheweleit, C. Strumann und J. Steinhäuser geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Eine Ethik-Anzeige zur Verarbeitung von anonymisierten Daten zur Ermittlung von Prävalenzen und Diagnosen im allgemeinärztlichen Setting wurde von der Ethik-Kommission Lübeck am 06.09.2022 zustimmend zu Kenntnis genommen. Aktenzeichen: 2022-458
Open Access This article is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License, which permits use, sharing, adaptation, distribution and reproduction in any medium or format, as long as you give appropriate credit to the original author(s) and the source, provide a link to the Creative Commons licence, and indicate if changes were made. The images or other third party material in this article are included in the article's Creative Commons licence, unless indicated otherwise in a credit line to the material. If material is not included in the article's Creative Commons licence and your intended use is not permitted by statutory regulation or exceeds the permitted use, you will need to obtain permission directly from the copyright holder. To view a copy of this licence, visit http://​creativecommons.​org/​licenses/​by/​4.​0/​.

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Titel
Entwicklung von dokumentierten Diagnosen aus dem psychischen Formenkreis in der Hausarztpraxis – eine retrospektive Studie mit Routinedaten
Verfasst von
Jessica Fischer-Scheweleit
Christoph Strumann
Jost Steinhäuser
Publikationsdatum
11.11.2025
Verlag
Springer Medizin
Schlagwort
Allgemeinmedizin
Erschienen in
Zeitschrift für Allgemeinmedizin
Print ISSN: 1433-6251
Elektronische ISSN: 1439-9229
DOI
https://doi.org/10.1007/s44266-025-00467-x
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