Patientenaktivierung beschreibt die Bereitschaft zu gesundheitsbezogenem Handeln, Selbstwirksamkeit den Glauben an eigene Fähigkeiten und Selbstmanagement das tatsächliche Verhalten. Alle drei Konzepte stärken sich gegenseitig und fördern Eigenverantwortung sowie eine aktive Rolle im Umgang mit Krankheiten. Besonders chronisch oder multimorbid Erkrankte profitieren davon. Im hausärztlichen Setting unterstützen motivierende Gesprächsführung, Ziele gemäß SMART-Akronym (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert) und partizipative Entscheidungsfindung die Förderung dieser Konzepte. Die Aktivierung muss individuell erfolgen und sich an Alltag, Ressourcen und Möglichkeiten orientieren. Eine erfolgreiche Umsetzung verbessert die physische und psychische Gesundheit sowie die Lebensqualität.