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Ambulante und stationäre medizinische Versorgung im Alter

  • 01.06.2006
  • Leitthema: Alter(n) und Gesundheit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Der Beitrag setzt sich mit der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung alter Patienten in Deutschland auseinander. Dabei wird erstens die zunehmende Inanspruchnahme beider Versorgungssektoren durch insbesondere Hochaltrige im Sinne einer Geriatrisierung des Systems aufgezeigt. Zweitens erfolgt eine detaillierte Analyse der Kosten, die sich mit der höheren Frequentierung des medizinischen Versorgungssystems durch alte Menschen verbinden. Dabei zeigt sich, dass ambulante Behandlungskosten eher durch das Patientenalter als durch die Art der Erkrankung determiniert sind. Bei der Krankenhausversorgung ist weniger das Lebensalter als vielmehr die Nähe zum Tod ein entscheidender Kostenfaktor. Neben diesen quantitativen Aspekten bildet die Diskussion nach wie vor bestehender Defizite in der Versorgung alter Menschen einen dritten Schwerpunkt. Während für den ambulanten Sektor arztseitige Faktoren in ihrem Einfluss auf die Versorgungsqualität am Beispiel von Depression und Demenz erörtert werden, stehen bei der Krankenhausversorgung strukturelle Probleme im Fokus. Abschließend erfolgt die Diskussion zentraler Gestaltungs- und Forschungsbedarfe im Hinblick auf die medizinische Versorgung älterer Menschen.
Titel
Ambulante und stationäre medizinische Versorgung im Alter
Verfasst von
M. H.-J. Winter
A. Maaz
A. Kuhlmey
Publikationsdatum
01.06.2006
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz / Ausgabe 6/2006
Print ISSN: 1436-9990
Elektronische ISSN: 1437-1588
DOI
https://doi.org/10.1007/s00103-006-1272-1
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