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Ambulantes Operieren in Klinik, Praxis und MVZ

Rahmenbedingungen - Organisation - Patientenversorgung

  • 2016
  • Buch

Über dieses Buch

In diesem Buch beschreibt ein erfahrenes Herausgeber- und Autorenteam, wie die praktische Umsetzung des ambulanten Operierens in der Klinik, in einer Praxis oder in einem medizinischen Versorgungszentrum effektiv und ökonomisch gelingt. Das Werk wendet sich an Ärzte aller Fachdisziplinen, die in ambulanten OP-Einrichtungen arbeiten sowie an Klinikdirektoren, Verwaltungsdirektoren und Gesundheitsökonomen. Die 3. Auflage erscheint inhaltlich und strukturell komplett überarbeitet und trägt den neuesten Entwicklungen Rechnung. Der Schwerpunkt des Werkes liegt dabei auf den strukturellen und organisatorischen Aspekten des ambulanten Operierens, wobei auch für Anästhesisten und Operateure vieler Fachrichtungen medizinisch relevante Aspekte dargestellt werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Grundlagen

    1. Frontmatter

    2. 1. Entwicklung und Bedeutung des ambulanten Operierens

      H. Hofer
      Zusammenfassung
      In diesem Kapitel wird die Entwicklung des Ambulanten Operierens weltweit und in Deutschland in prägnanter Form, auch anhand von konkreten Zahlen, dargestellt. Ambulantes Operieren weist deutliche Kostenvorteile gegenüber stationären Eingriffen auf und stellt somit volkswirtschaftlich einen Gewinn dar. Die in Deutschland unterschiedlichen und teils konkurrierenden Vergütungssysteme EBM, DRG und GOÄ führen teils zu Fehlallokation der vorhandenen Ressourcen. Eine Neuordnung der Vergütungssysteme ist hier unabdingbare Voraussetzung, die Attraktivität des ambulanten Operierens zu erhöhen.
    3. 2. Politische Rahmenbedingungen und gesetzliche Grundlagen

      W. von Eiff, D. Haking
      Zusammenfassung
      Ambulantes Operieren bezeichnet Eingriffe, bei denen der Patient die Nacht vor und nach dem Eingriff zu Hause verbringt (§ 115b Abs. 1 SGB V). Aus Patientensicht sind die kurze Verweildauer und die Rekonvaleszenz in der gewohnten sozialen Umgebung von Vorteil. Aus ökonomischer Sicht können die Gesamtausgaben im Gesundheitssystem deutlich gesenkt werden. Aus medizinischer Sicht sind spezielle Selektionskriterien für ambulante Eingriffe anzuwenden. Aus Sicht eines Krankenhauses mit hoher Bettenauslastung bietet das ambulante Operieren die Möglichkeit, begrenzte Bettenkapazitäten für schwere Fälle zu nutzen sowie Zusatzerlöse aufgrund der Abkopplung vom stationären Budget zu generieren. Weitere Schwerpunkte dieses Kapitels sind Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung im Ambulanten Operieren und ein Ausblick in zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten.
    4. 3. Ökonomische Aspekte

      H. Hofer
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel behandelt und vertieft insbesondere betriebswirtschaftliche Aspekte des Ambulanten Operierens, behandelt Möglichkeiten und Risiken einer Praxisgründung aus unternehmerischer Sicht und gibt wichtige Hilfestellungen für Interessenten, die sich auf diesem Feld betätigen wollen.
    5. 4. Patientensicherheit

      C. Lussi
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel widmet sich dem Thema Patientensicherheit, das im Ambulanten Operieren einen gleichhohen Stellenwert wie in der klinischen Versorgung von Patienten hat. Das Thema Risikomanagement wird anhand von konkreten Beispielen auf der Basis einer ausführlichen Literaturrecherche intensiv besprochen.
    6. 5. Ablauforganisation und Planung

      M. Pandya
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel widmet sich ablauforganisatorischen und planerischen Aspekten im Ambulanten Operieren. Den Lesern werden konkrete Voraussetzungen wie Räumlichkeiten, Personal und Organisation ausführlich dargestellt. Bei der Implementierung eines AOZ-Konzepts wird man einige im stationären Operieren tief verwurzelte, gewohnte Strukturen auf den Prüfstand bringen müssen, damit eine leistungsfähige ambulante OP-Einheit, die modernsten medizinischen Anforderungen genügt, aber auch der offensichtlich nur mühsam erreichbaren Kostendeckung begegnet, entstehen kann. Flexible Variablen wie OP-Wechselzeiten und auch personelle Erfordernisse müssen kritisch geprüft werden.
  3. Ambulantes Operieren im Krankenhaus

    1. Frontmatter

    2. 6. Bauliche Voraussetzungen und infektionspräventive Maßnahmen

      K. Lewalter, S. Lemmen
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel behandelt und vertieft insbesondere betriebswirtschaftliche Aspekte des Ambulanten Operierens, behandelt Möglichkeiten und Risiken einer Praxisgründung aus unternehmerischer Sicht und gibt wichtige Hilfestellungen für Interessenten, die sich auf diesem Feld betätigen wollen.
    3. 7. Personalwesen

      C. Weberus
      Zusammenfassung
      Da auch im ambulanten Sektor die Personalkosten an erster Stelle stehen, sollten vor Inbetriebnahme ambulanter Operationsaktivitäten klare Vorstellungen über die personelle Ausstattung, sowohl qualitativ als auch quantitativ, bestehen. Dieses Kapitel gibt hierzu die entsprechenden Hinweise.
    4. 8. Organisationsablauf

      T. Standl
      Zusammenfassung
      In diesem Kapitel werden unterschiedliche Möglichkeiten des klinikambulanten Operierens und dessen Operationsabläufe dargestellt. Anhand einer Patientenkarriere wird die klinikambulante Versorgung von der 1. Terminabfrage bis zur Erstellung des Arztbriefes und Entlassung des Patienten stufenweise dargestellt.
    5. 9. Kosten und Erlöse, QM und Patientenzufriedenheit

      H. -J. Schwarz, D. Kurscheid-Reich
      Zusammenfassung
      Dieses zweigliedrige Kapitel befasst sich einerseits mit der Erlössituation, andererseits mit dem immer wichtiger werdenden Thema des Qualitätsmanagements im Ambulanten Operieren. Im 1. Teil wird anhand von spezifischen Operationen die mögliche Generierung von Erlösen aufgezeigt. Im 2. Teil werden Instrumente zur Umsetzung von Qualitätsmanagement im Ambulanten Operieren inklusive der Erhebung der Patientenzufriedenheit erläutert.
  4. Praxisambulantes Operieren und vorstationäre Versorgung

    1. Frontmatter

    2. 10. Bauliche Voraussetzungen und Hygiene

      W. Steggemann, C. Krabbe-Steggemann
      Zusammenfassung
      Das Kapitel beleuchtet die baulichen und hygienischen Voraussetzungen für Ambulantes Operieren im niedergelassenen Bereich. Die wichtigen planerischen Schritte bis hin zur Umsetzung werden detailliert und anschaulich geschildert.
    3. 11. Personalwesen

      C. Lussi
      Zusammenfassung
      Eine gute Personalführung ist der Schlüssel zum Erfolg einer operativen Praxis oder eines OP-Zentrums. Eine starke Leistungsdichte mit unterschiedlichen Aufgaben für die Mitarbeiter erfordert ein stets hohes Motivationsniveau, so dass nur Personalentwicklungsmaßnahmen langfristig einen Erfolg sicherstellen. Schließlich ermöglichen die Mitarbeiter eine optimale Verzahnung von Prozessen in der Praxis, sie sparen zum einen durch Zeitgewinn finanzielle Mittel für den Arbeitgeber, zum anderen steigern sie gleichzeitig die Kundenzufriedenheit.
    4. 12. Organisationsablauf

      I. Kunde
      Zusammenfassung
      Das Kapitel beleuchtet sehr ausführlich und detailliert praxisambulantes Operieren und Operationen in OP-Zentren aus der Sicht der Betreiber, Patienten und durchführenden Disziplinen (Anästhesiologie und operative Fächer). Anhand einiger repräsentativer Eingriffe werden diese Aspekte abgearbeitet.
    5. 13. Kosten und Erlöse, QM und Patientenzufriedenheit

      S. Warweg, M. Dolderer, J. Rüth
      Zusammenfassung
      Auch im niedergelassenen Bereich spielen Qualitätssicherung und Patientenzufriedenheit eine zunehmend wichtige Rolle, wie das vorliegende Kapitel anschaulich darstellt. Dies wird u. a. am Beispiel einer Praxis in Bezug auf die Aspekte Qualität und Patientenzufriedenheit dargestellt.
  5. Medizinische Aspekte

    1. Frontmatter

    2. 14. Patientenaufklärung

      E. Biermann
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel befasst sich mit den medikolegalen Aspekten der Patientenaufklärung im Rahmen des Ambulanten Operierens. Wichtige Teilaspekte sind dabei minderjährige und nicht einwilligungsfähige Patienten. Änderungen durch das neue Patientenrechtegesetz finden Berücksichtigung.
    3. 15. Prämedikation

      M. Grapengeter, H. Freesemann
      Zusammenfassung
      Gerade weil im ambulanten operativen Bereich Wartezeiten und aufwändige Vorbereitungen von Patienten nicht akzeptiert und nicht finanziert sind, ist das Kapitel Prämedikation mit all seinen Unteraspekten wichtig. Auch hier spielen medikolegale Aspekte wie Nüchternheit etc. eine Rolle.
    4. 16. Anästhesiologische Aspekte

      W. Wilhelm, A. Herminghaus, T. Standl, S. Eibicht, S. Rapp, A. Gottschalk
      Zusammenfassung
      Einer der Hauptakteure im Ambulanten Operieren ist der Anästhesist. Aus diesem Grunde werden anästhesiologischen Aspekten in diesem Kapitel ein adäquater Stellenwert eingeräumt. Wichtige und wesentliche Aspekte in Bezug auf Ambulantes Operieren werden für die Themen Allgemeinanästhesie, Regionalanästhesie, Atemwegsmanagement und postoperative Schmerztherapie praxisnah und übersichtlich dargestellt.
    5. 17. Operative Aspekte

      S. H. Chon, H. J. Meyer, S. Flohé, R. Weindl, C. Voigt, M. Heuser, P. Follmann, H. J. Graff†, G. T. Rutt, T. Appel, St. Schmickler, A. M. Sesterhenn, G. Geyer, B. Pfaffenbach
      Zusammenfassung
      Wichtige und wesentliche Aspekte der einzelnen am Ambulanten Operieren teilnehmenden operativen und interventionell tätigen Fächer werden in diesem Kapitel mit ihren speziellen Anforderungen und Möglichkeiten erläutert. Es werden die wichtigsten relevanten operativen Eingriffe im Ambulanten Operieren dargestellt.
    6. 18. Besondere Patientengruppen

      K. Becke, J. Mehler, S. Mertz, A. Gottschalk
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel befasst sich mit besonderen Patientengruppen, die spezielle Anforderungen im ambulanten Setting benötigen, die auf der anderen Seite aber besonders von ambulanten Eingriffen profitieren können. Es sind dies insbesondere Kinder, geriatrische Patienten oder Patienten mit bestimmten Behinderungen.
    7. 19. Zukunftsvisionen des ambulanten Operierens am Beispiel der Kardiologie

      V. Leonhardt, U. Augustin, M. Maryschok, B. Zippel-Schultz, O. Schöffski, T. M. Helms
      Zusammenfassung
      Die ambulante Implantation von Herzschrittmachern und ICDs ist in der Kardiologie mittlerweile ein gut etabliertes Verfahren. Durch die Implementierung der Telemedizin ist zudem eine hohe perioperative Sicherheit und Qualitätssicherung möglich. Obwohl die ambulante Erbringung sowohl für die Patienten als auch das Gesundheitssystem mit nachgewiesenen deutlichen Vorteilen verbunden ist, sind die finanziellen Rahmenbedingungen für die Vergütung ambulanter Operationen unzureichend. Die Schaffung einer leistungsgerechten, kostendeckenden Vergütung für ambulante kardiologische Operationen ist deshalb eine unabdingbare Voraussetzung, um nachhaltig alle Einspar- und Qualitätspotenziale für die Patienten und das Gesundheitswesen nutzbar zu machen. In diesem Zusammenhang verdient die Telekardiologie mit ihren Möglichkeiten zur Kostensenkung bei Steigerung von Versorgungs- und Lebensqualität der Patienten eine besondere Förderung.
  6. Backmatter

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Titel
Ambulantes Operieren in Klinik, Praxis und MVZ
Herausgegeben von
Prof. Dr. Thomas Standl
Dr. Christoph Lussi
Copyright-Jahr
2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-49787-6
Print ISBN
978-3-662-49786-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-49787-6

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