Die seltene und chronisch verlaufende, durch Herz- oder Nierenbeteiligung häufig lebensbedrohliche Erkrankungsgruppe der Amyloidosen entsteht durch Fehlfaltung und Ablagerung von unlöslichen Proteinen mit nachfolgender Organschädigung. Amyloidosen können aufgrund ihrer Manifestationen im Bewegungsapparat bereits in Frühstadien histologisch an Operationspräparaten der orthopädischen Pathologie diagnostiziert und heute erfolgreich therapiert werden. Der Amyloidnachweis mittels Kongorot-Färbung und Immunhistochemie insbesondere an Untersuchungsmaterial bei Indikationen wie Karpaltunnelsyndrom, lumbaler Spinalkanalstenose und spontanen Sehnenrupturen, aber auch den meisten anderen Veränderungen des Bewegungsapparates ermöglicht bei entsprechender Aufmerksamkeit und Technik eine ggf. lebensrettende Frühdiagnose. Die Suche nach Amyloid sollte daher in der Rheumapathologie zur diagnostischen Routine gehören.