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Der Spinalkatheter in der Aortenchirurgie

Implikationen für die Anästhesie

Erschienen in:

Zusammenfassung

Im Rahmen der chirurgischen Versorgung aortaler Pathologien (z. B. Dissektion, Aneurysma) kann es durch Abklemmen der Aorta oder Überstenten kritischer Segmentarterien zu einer Ischämie mit ödembedingter Rückenmarkschädigung bis hin zur Paraplegie kommen. Der Spinalkatheter stellt durch Kontrolle des Liquordrucks ein wirksames Verfahren zur Prophylaxe und Therapie der Rückenmarkischämie dar. Eine ausführliche Risiko-Nutzen-Abwägung ist in Anbetracht der hohen Komplikationsrate des Spinalkatheters obligat: Neben Liquorleckagen, Postpunktionskopfschmerzen und lokalen Infektionen können auch gefürchtete Komplikationen wie intrakranielle Blutungen, Meningitiden und neuraxiale Hämatome, zum Teil mit deutlicher Latenz nach Beendigung des Verfahrens, auftreten. Eine adäquate Schulung des Personals im perioperativen Umgang mit Spinalkathetern und das penible Einhalten der Drainageparameter stellen wichtige Säulen zur Erhöhung der Verfahrenssicherheit dar. Dies gilt insbesondere auch angesichts dessen, dass sich die Klinik der katheterassoziierten Komplikationen von derjenigen der ischämischen Rückenmarkschädigung nur unwesentlich unterscheidet.
Titel
Der Spinalkatheter in der Aortenchirurgie
Implikationen für die Anästhesie
Verfasst von
P. Lüke
J. Abicht
M. Rehm
N. Tsilimparis
S. C. Azad
Publikationsdatum
25.09.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Anaesthesiologie / Ausgabe 10/2020
Print ISSN: 2731-6858
Elektronische ISSN: 2731-6866
DOI
https://doi.org/10.1007/s00101-020-00836-0
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Aortenchirurgie/© Springer Med, Mann niest in Ellbogen/© Drazen Zigic / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Intubation/© chanawit / stock.adobe.com, Blutdruckmessung bei einem Mann/© Halfpoint / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Hirn-MRT zeigt bilaterale subdurale Blutung (blaue Pfeile)/© Salvatore Perrone et al doi.org/10.1007/s00277-023-05392-2 unter CC-BY 4.0