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25.09.2020 | Analchirurgie | How I do it | Ausgabe 5/2020

coloproctology 5/2020

Technik der Implantation des Analbands bei Stuhlinkontinenz

Zeitschrift:
coloproctology > Ausgabe 5/2020
Autor:
Prof. Dr. Ulrich Baumgartner
Wichtige Hinweise
Zur textlichen Vereinfachung wird nachfolgend das generische Maskulinum gewählt, um alle Geschlechter zu bezeichnen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Stuhlinkontinenz stellt eine gravierende Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Sie führt fast regelhaft zu sozialer Entfremdung und persönlicher Desintegration. An erster Stelle der Therapie steht die konservative Behandlung (diätetische Maßnahmen, motilitätshemmende Medikamente, Beckenbodengymnastik, Elektrostimulationstherapie, Biofeedback-Training, Irrigation). Wenn die konservative Therapie, ein Sphinkter-Repair (falls indiziert), die Rekonstruktion eines insuffizienten Beckenbodens und die Sakralnervenstimulation zu keiner Kontinenzverbesserung führen, ist als Ultima Ratio die Implantation eines künstlichen Analsphinkters (Analband der A.M.I. GmbH, Feldkirch, Österreich) indiziert.

Methode

Unter absolut aseptischen Bedingungen wird (in Steinschnittlage über perianale Inzisionen) eine befüllbare Silikonmanschette in den sublevatorischen Raum implantiert, die zirkulär den Analkanal umgreift. Die Beckenbodennerven werden dabei nicht beeinträchtigt. Über einen Silikonschlauch ist die Analmanschette mit einem wassergefüllten Reservoir verbunden. Durch Auspressen des Ballonreservoirs wird die Manschette befüllt, so dass sich der Analkanal verschließt. Ein Rückschlagventil verhindert einen Druckausgleich zwischen gefüllter Manschette und entleertem Ballon. Erst wenn der Patient das Ventil drückt, wird aufgrund des mechanisch erzeugten Unterdrucks im Ballon die Flüssigkeit wieder in den Ballon transferiert, so dass sich die Manschette entleert und der Analkanal sich wieder öffnet. Das Analbandsystem wird komplett subkutan bzw. epifaszial platziert.

Schlussfolgerung

Das Analbandsystem kann dem Stuhlinkontinenten als Ultima Ratio angeboten werden. Es verbessert signifikant die anale Kontinenzleistung und damit die Lebensqualität des Betroffenen. Voraussetzung für eine Implantation ist eine sorgfältige Patientenselektion.

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