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01.08.2015 | Analchirurgie | Leitthema | Ausgabe 8/2015

Der Chirurg 8/2015

Komplikationsmanagement bei analer und transanaler Tumorchirurgie

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 8/2015
Autoren:
Prof. Dr. M. Sailer, S. Eisoldt, C. Möllmann

Zusammenfassung

Die anale und transanale Abtragung von Tumoren ist mit einer sehr geringen Komplikationsrate behaftet. Während Neoplasien des Analkanales sowie des unteren Rektumdrittels nach Einstellung mit dem Analsperrer exzidiert werden können, ist dieses Vorgehen im mittleren und oberen Rektumdrittel meist ungenügend bzw. mit einer signifikant erhöhten Rate einer unvollständigen Entfernung (R1-Situation) verbunden. In diesen Rektumabschnitten empfiehlt sich ein spezielles Instrumentarium (transanale endoskopische Mikrochirurgie [TEM] oder transanal endoskopische Operation [TEO]). Letale Komplikationen sind extrem selten. Typische Minorkomplikationen sind ein postoperativer Harnverhalt oder transiente Temperaturerhöhungen. Eine Nahtdehiszenz verläuft in der Regel klinisch inapparent. Als relevante Komplikationen sind vor allem Nachblutungen und die Eröffnung des Peritoneums zu nennen. Letztere müssen intraoperativ erkannt und entsprechend versorgt werden, was meist transanal oder minimal-invasiv gelingt. Sehr selten kommt es zu Infektionen, Abszessen, rektovaginalen Fisteln oder Verletzungen von Prostata und Harnröhre.

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