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Prähospitale Maßnahmen in der Kinder- und Jugendtraumatologie – eine Umfragestudie unter Kindertraumatologen

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Zusammenfassung

Einleitung

Die prähospitale Versorgung verletzter Kinder birgt besondere Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf eine adäquate Schmerztherapie, Ruhigstellung, achsgerechte Lagerung und in Einzelfällen Reposition dislozierter Frakturen. Ziel dieser Umfragestudie war die Untersuchung zur Einschätzung der Notwendigkeit von prähospitalen Maßnahmen aus Sicht von Kindertraumatologen.

Methodik

In einer Umfrage unter den Mitgliedern der Sektion Kindertraumatologie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie wurden Einschätzungen zu prähospitalen Maßnahmen erhoben. Die Umfrage beinhaltete zehn fallbasierte Fragen zu Ruhigstellung, Schmerztherapie und Reposition von Frakturen mit und ohne Analgosedierung sowie zwei Fragen zum Ziel der Analgesie. Die erhobenen Daten wurden deskriptiv analysiert.

Ergebnisse

Die Umfrageergebnisse von 53 Befragten zeigen, dass 84,9–100 % der Teilnehmenden eine Ruhigstellung der verletzten Körperregion als zwingend notwendig oder wünschenswert einstuften. Eine suffiziente Schmerztherapie wurde in 85,4 % der Fälle als essenziell angesehen, insbesondere bei offenen Frakturen (98,1 %). Repositionen ohne Analgosedierung wurden von 88,6–98,1 % abgelehnt, während mit Analgosedierung bis zu 77,5 % der Befragten diese Maßnahme bei offenen oder pulsdefizienten Frakturen für zwingend notwendig oder wünschenswert hielten.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse zeigen eine klare Präferenz für die Ruhigstellung und Schmerztherapie, während invasive Maßnahmen wie die Reposition nur unter ausreichender Analgosedierung befürwortet werden. Diese Ergebnisse zu den Anforderungen klinisch tätiger Kindertraumatologen an die präklinische Versorgung unterstreichen den Bedarf an standardisierten Algorithmen und interdisziplinärer Weiterbildung zur Optimierung der kindgerechten Versorgung von Traumata im rettungsdienstlichen Alltag.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Einleitung

Die Behandlung verletzter Kinder sollte idealerweise schon prähospital am Unfallort beginnen. Selbst professionelle Helfer werden dabei herausgefordert, da sie mit einer meist emotionalen Situation für Kind und Eltern umgehen und andererseits Medikamente in ungewohnter Dosierung applizieren müssen. Ebenso ist das Etablieren eines intravenösen Zugangs häufig nicht so einfach umsetzbar wie bei Erwachsenen, sodass auf alternative (und somit ebenso ungewohntere) Applikationsformen zurückgegriffen werden muss [16]. Dabei steht vor allem die Schmerzbehandlung im Vordergrund. Diese bedarf keiner vorherigen umfangreichen Diagnostik und kann schon mit dem Eintreffen von Laienhelfern durch ruhigstellende Maßnahmen begonnen werden. Medizinisch ausgebildete Rettungsdienstpersonen einschließlich hinzugerufener Notärztinnen und Notärzte können diese dann durch die Applikation einer adäquaten Schmerztherapie ergänzen.
In der Literatur finden sich reichlich Hinweise zur kindgerechten medikamentösen Schmerztherapie, welche auch in vielen Rettungsdiensten in Algorithmen hinterlegt sind [7, 13]. Grundsätzlich werden intranasales Fentanyl, inhalatives Methoxyfluran und Esketamin als geeignete Analgetika benannt [1, 11]. Insbesondere bei kleineren Kindern bietet sich aber die intranasale oder intravenöse Gabe von Esketamin aufgrund der hohen therapeutischen Breite, des Erhalts von Schutzreflexen und einer suffizienten Atemfunktion sowie des guten analgosedierenden Effekts an. In einer retrospektiven Datenanalyse an 20.405 Kindern und Jugendlichen, welche von deutschen Luftrettungsmitteln behandelt wurden, wurde in 34,5 % der Fälle Ketamin, in 38,7 % Fentanyl und in 19,1 % Piritramid eingesetzt. Zwar konnte die Rate von Patienten mit schweren Schmerzen („numeric rating scale“ [NRS] > 4; initial 38,4 %) signifikant gesenkt werden, dennoch gelang selbst erfahrenen Notärzten in 4,9 % der Fälle keine erfolgreiche Analgesie (NRS < 4; [5]). Dies unterstreicht die Schwierigkeiten in der analgetischen Therapie von Kindern. Hartshorn et al. zeigten, dass, obwohl 58,4 % ihrer Patienten über Schmerzen klagten, nur 21,2 % prähospital mit Schmerzmitteln versorgt worden waren [6]. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch Swor et al. [15]. Weiterhin konnten Suruda et al. darstellen, dass nur 28 % der Kinder mit Verletzungen der oberen Extremität prähospital eine Ruhigstellung erhielten. An der unteren Extremität waren es nur wenig mehr (31 %; [14]).
Die prähospitale Versorgung bei Kindern und Jugendlichen weist demgemäß ein erhebliches Verbesserungspotenzial in Bezug auf einen frühen, noch prähospitalen Beginn einer adäquaten Schmerzbehandlung auf. Völlig unverständlich in diesem Zusammenhang ist, dass Kindern offenbar seltener eine prähospitale Schmerzmedikation zu Teil wird als Erwachsenen [15, 16]. Vielmehr wird es allgemein als nicht akzeptabel angesehen, gerade den Schmerz der Schwächsten zu ignorieren [4].
Gleichzeitig besteht Unsicherheit bezüglich der Indikation von Repositionen von Extremitätenfrakturen im Kindesalter, da anatomische und physiologische Unterschiede zum Erwachsenenalter, wie z. B. die Wachstumsfuge, beachtet werden müssen.
Es existiert bisher nur ein geringer wissenschaftlicher Dialog zwischen den Wünschen und Erwartungen von klinisch tätigen Kindertraumatologinnen und Kindertraumatologen und prähospitalen Notfallmedizinern hinsichtlich der Versorgung von Frakturen im Wachstumsalter durch den Rettungsdienst. Daher ist es Ziel dieser Umfragestudie, die Erwartungen und Anforderungen kindertraumatologischer Experten zu beschreiben.

Material und Methoden

Studiendesign

In einer Fragebogenaktion im November 2024 wurden über die E‑Mail-Verteiler der Sektion Kindertraumatologie (SKT) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), von LiLa – Licht und Lachen für kranke Kinder e. V. und des Österreichischen Kindertraumanetzwerks deren Mitglieder gebeten, 12 Fragen zum Thema prähospitale Versorgung verletzter Kinder zu beantworten. So wurden insgesamt 186 in hohem Maße erfahrene Kolleginnen und Kollegen erreicht, die ein besonderes Interesse an und besondere Erfahrungen in der Behandlung verletzter Kinder und Jugendlicher haben. Wegen Doppelmitgliedschaften in mehreren Organisationen wurden einzelne Kindertraumatologinnen und Kindertraumatologen über alle drei Verteiler angeschrieben. Eine Anonymisierung fand nicht statt, sodass aufgrund persönlicher Kenntnis eine hohe Erfahrung der Befragten attestiert und eine Weitergabe der Fragebögen an weniger Erfahrene ausgeschlossen werden kann.

Umfrage

Zehn der Fragen beinhalteten Fallbeispiele mit häufigen Verletzungskonstellationen im Kindes- und Jugendalter, wie sie im kindertraumatologischen Alltag regelmäßig vorkommen (Tab. 1). Röntgenbilder oder andere Zusatzinformationen lagen den Teilnehmern nicht vor. Die Teilnehmer wurden gebeten, eine Reihe in der präklinischen Versorgung denkbarer Maßnahmen auf ihre Notwendigkeit – von zwingend notwendig bis unbedingt zu vermeiden – hin einzuschätzen (Tab. 2).
Tab. 1
Darstellung der zehn Verletzungsszenarien
Fall
Szenario
Fall 1
5‑jähriges Kind, Sturz von der Schaukel, Deformierung rechter Ellenbogen, Radialispuls erhalten
Fall 2
6‑jähriges Kind, Sturz vom Klettergerüst, Deformierung rechter Ellenbogen, Radialispuls NICHT nachweisbar
Fall 3
14 Monate altes Kind, plötzlich geh- und stehunfähig, Unfallereignis sei nicht beobachtet worden, Verkürzung Oberschenkel, Hämatome Wange und Rücken
Fall 4
8‑jähriges Kind, Sturz vom Fahrrad, Deformierung Handgelenk
Fall 5
14-jährige Jugendliche, Sturz vom Pferd, Nackenschmerzen und fixierte Fehlhaltung Kopf
Fall 6
13-jähriger Sportler, im Training Knie verdreht, schmerzhafte Bewegungsunfähigkeit, Knie in 40 Grad Beugung fixiert
Fall 7
12-jähriges Kind, Sturz im Sportunterricht, Deformierung und Fehlstellung linkes Sprunggelenk, Weichteile geschlossen, Dorsalis-pedis-Puls tastbar
Fall 8
11-jähriges Kind, Sturz bei Fußballtraining, Deformierung und Fehlstellung linkes Sprunggelenk, Weichteile geschlossen, Dorsalis-pedis-Puls NICHT tastbar
Fall 9
12-jähriges Kind, Sturz im Sportunterricht, Deformierung und Fehlstellung linkes Sprunggelenk, Wunde über Innenknöchel, Dorsalis-pedis-Puls tastbar
Fall 10
11-jähriges Kind, Sturz bei Fußballtraining, Deformierung und Fehlstellung linkes Sprunggelenk, Wunde über Innenknöchel, Dorsalis-pedis-Puls NICHT tastbar
Tab. 2
Maßnahmen und Antwortkategorien
 
Zwingend notwendig
Wünschenswert
Bei Bedarf
Verzichtbar
Unbedingt vermeiden
Ruhigstellung auf geeigneter Schiene/Immobilisationshilfe
Medikamentöse Schmerztherapie
Anlage i.v.-Zugang
Neurologische Befunderhebung
Dokumentation Primärbefund und Auffindesituation
Repositionsversuch ohne Analgosedierung
Repositionsversuch mit Analgosedierung
Antibiotikagabe vor Ort
Sterile Wundabdeckung
Andere/weitere Maßnahmen (Freitext)
Zwei weitere Fragen bezogen sich auf eine Einschätzung, welcher Grad der Schmerzreduktion prähospital durch geeignete Maßnahmen nach Einschätzung der Teilnehmer erreicht werden sollte.

Statistik

Es erfolgte eine deskriptive Statistik mit Beschreibung der Mittelwerte und Standardabweichungen. Neben absoluten Zahlen wurden die Daten in Prozentangaben dargestellt.

Ergebnisse

53 kindertraumatologisch interessierte und versierte Kolleginnen und Kollegen aus den Fächern Unfall- (n = 29) und Kinderchirurgie (n = 24) nahmen an der Umfrage teil und sendeten den ausgefüllten Fragebogen an die Autoren zurück (Rücklaufquote 28,5 %). Im Folgenden werden die Ergebnisse für einzelne, rettungsdienstlich relevante Aspekte dargestellt.
Schmerzmedikation.
Die präklinische Applikation einer adäquaten Schmerzmedikation war für 61,8 % (Kniebinnenverletzung) bis 98,1 % (offene Sprunggelenkfraktur), im Mittel für 85,4 % zwingend notwendig oder wünschenswert. Bei Kindern unter 10 Jahren und über 10 Jahre ergab sich im Rahmen der Fallbeispiele kein relevanter Unterschied (83,9 % vs. 86,4 %).
Intravenöser Zugang.
Die Anlage eines intravenösen Zugangs hielten je nach Verletzungszusammenhang zwischen nur 28,3 und 76,5 % der Teilnehmer für zwingend notwendig oder wünschenswert. Besonders hoch waren die Anteile im Falle der Annahme einer Wirbelsäulenverletzung und bei offenen Frakturen, besonders niedrig beim Kniebinnentrauma und bei Handgelenksverletzungen.
Ruhigstellung.
Für die einzelnen Szenarien hielten zwischen 84,9 und 100 % der Teilnehmer eine Ruhigstellung der verletzten Körperregion für zwingend notwendig oder zumindest wünschenswert. Am niedrigsten war dieser Wert für die Annahme einer Kniebinnenverletzung (Fall 6, 84,9 %). Für Verletzungen des Ellenbogengelenks und des Sprunggelenks lag er zwischen 96,2 und 100 %.
Reposition ohne Analgosedierung.
Eine Reposition ohne suffiziente Analgosedierung bezeichneten je nach Fall mindestens 88,6 % der Teilnehmer als unbedingt zu vermeiden. Mehr als 10 % sahen eine bedarfsweise Notwendigkeit nur bei offenen Frakturen (siehe auch Abb. 1).
Abb. 1
Bewertung einer präklinischen Reposition ohne oder mit Analgosedierung. Verzichtbar oder unbedingt zu vermeiden (rot), bedarfsweise (gelb) oder zwingend notwendig oder wünschenswert (grün). Eine überwiegende Befürwortung einer präklinischen Repositionsmaßnahme findet sich nur bei sprunggelenknahen Verletzungen mit Pulsdefizit (Fälle 8 und 10). AS Analgosedierung
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Reposition mit Analgosedierung.
Bei den Fällen 1 und 3–6 sprach sich auch mit einer Analgosedierung die Mehrheit der Teilnehmer gegen die Notwendigkeit einer Reposition vor Ort aus. Lediglich bei den Fällen 2 und 7–10 befürworteten wesentliche Teile (bis zu 77,5 % bei offenen Frakturen der unteren Extremität) der Befragten eine Reposition (siehe auch Abb. 1).
Neurologische Befunderhebung.
Für 100 % der Teilnehmer war die Erhebung eines Neurostatus beim klinischen Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung unabdingbar, für 76,7 % im Falle einer Verletzung der oberen Extremitäten und für 69,8 % bei Verletzungen der unteren Extremitäten.
Dokumentation.
Eine aussagekräftige Dokumentation zu Erstbefund und Auffindesituation wird je nach Verletzungsszenario von mindestens 79,1 % als zwingend notwendig oder wünschenswert bezeichnet. Besonders hoch war dieser Prozentsatz, wenn die Umstände auf eine Kindeswohlgefährdung hinwiesen (Fallbeispiel 3) mit 98,1 %.
Pulsdefizit.
Während ein Pulsdefizit bei einer Ellenbogenfraktur (Fall 2) nur 35,9 % veranlasste, eine Reposition unter Analgosedierung als notwendig oder wünschenswert zu bezeichnen (Ellenbogenfraktur ohne Pulsdefizit: 3,6 %), stellte ein Pulsdefizit bei dislozierter, geschlossener Fraktur am Sprunggelenk (Fall 8) für 75,5 % eine Indikation zur Reposition unter Analgosedierung dar, ohne Pulsdefizit nur für 18,9 %. Ohne Analgosedierung befürworteten nur 1,9 % (Ellenbogenfraktur) bzw. 5,7–11,5 % (Sprunggelenkfraktur) selbst bei Vorliegen eines Pulsdefizits eine Notfallreposition vor Ort. In den möglichen Freitextergänzungen wiesen einige Teilnehmer auf die zu erwartende Transportzeit ins nächste Zentrum als Kriterium für oder gegen eine präklinische Repositionsmaßnahme hin.
Offene Frakturen.
Bei einer offenen Fraktur, exemplarisch dargestellt anhand einer erstgradig offenen Sprunggelenksverletzung mit Durchspießungswunde, war die Einschätzung zur präklinischen Antibiotikagabe zweigeteilt. 49,1 % hielten eine solche für verzichtbar bzw. sogar kontraindiziert, während 41,9 bis 45,2 % diese für wünschenswert erachteten. Alle Teilnehmer erachteten die sterile Abdeckung der Wunde über einer offenen Fraktur für zwingend notwendig oder wünschenswert.
Das Vorliegen einer offenen Fraktur (Fälle 9 und 10) veranlasste nicht weniger Kolleginnen und Kollegen, eine Reposition ohne die Möglichkeit einer Analgosedierung als verzichtbar oder kontraindiziert abzulehnen, als bei einer geschlossenen Fraktur (Fälle 7 und 8) derselben Region (88,6 % vs. 91,5 %). Mit Analgosedierung wurde die Reposition offener Frakturen jedoch von bis zu 77,5 % (nämlich bei gleichzeitigem Vorliegen eines Pulsdefizits) für zwingend notwendig bzw. wünschenswert bezeichnet.
Anzustrebende Schmerzreduktion.
Die meisten Teilnehmer hielten es – unabhängig vom Patientenalter – nicht für notwendig, präklinisch eine Schmerzreduktion auf VAS 0 zu erreichen. Eine Schmerzreduktion auf VAS 1–2 wurde von der Mehrzahl als wünschenswert, eine Schmerzreduktion auf VAS 3–5 als zwingend notwendig erachtet (Tab. 3).
Tab. 3
Einschätzung zur notwendigen Schmerzreduktion in der präklinischen Versorgung verletzter Kinder unter dem 10. Lebensjahr (oben) und über dem 10. Lebensjahr (unten)
 
Zwingend notwendig (%)
Wünschenswert (%)
Nicht notwendig (%)
Alter <10 Jahren
Reduktion der Schmerzen bis VAS 0 (keine Schmerzen)
18,9
81,1
Reduktion der Schmerzen bis VAS 1–2 (leichte Schmerzen)
17
69,8
13,2
Reduktion der Schmerzen bis VAS 3–5 (moderate Schmerzen)
81,1
15,1
3,8
Alter >10 Jahre
Reduktion der Schmerzen bis VAS 0 (keine Schmerzen)
20,8
79,2
Reduktion der Schmerzen bis VAS 1–2 (leichte Schmerzen)
9,4
75,5
15,1
Reduktion der Schmerzen bis VAS 3–5 (moderate Schmerzen)
81,1
15,1
3,8
VAS visuelle Analogskala
Zusammenfassend erhielten im Durchschnitt über alle Fallbeispiele die Ruhigstellung der verletzten Körperregion, eine umfassende Dokumentation und eine suffiziente medikamentöse Schmerztherapie die höchsten Zustimmungswerte. Demgegenüber wurden eine neurologische Befunderhebung und die Anlage eines intravenösen Zugangs als weniger wichtig erachtet. Repositionsmaßnahmen vor Ort ohne angemessene Analgosedierung wurden nahezu von allen Teilnehmern unabhängig von der Situation abgelehnt, während dies bei ausreichender Analgosedierung nur noch bei 2/3 der Fall war (Abb. 2).
Abb. 2
Beurteilung als zwingend notwendig oder wünschenswert (grün) bzw. Ablehnung als verzichtbar oder unbedingt zu vermeiden (rot) im Durchschnitt aller Szenarien. AS Analgosedierung
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Diskussion

Die prähospitale Versorgung von Frakturen im Kindesalter erfordert eine multimodale Herangehensweise, die sowohl medizinische als auch emotionale Aspekte umfasst, basierend auf den spezifischen anatomischen und physiologischen Besonderheiten von Kindern. Dazu zählen u. a. Wachstumsfugen, die ein hohes Remodellierungspotenzial bieten, aber gleichzeitig auch verletzungsanfällig sind, sowie eine niedrigere Schmerzschwelle, die besondere Aufmerksamkeit bei der Schmerztherapie erfordert. Diese Umfrage erlaubt Notfallmedizinern einen Einblick in die Sicht von Kindertraumatologen auf pädiatrisch-traumatologische Notfälle.
Es bestand unter den Befragten Einklang darüber, dass die fachgerechte Immobilisation eine effektive Basismaßnahme darstellt, die es umzusetzen gilt. Dabei dient sie der Schmerzreduktion und der emotionalen Entlastung. Dazu bestand Einigkeit, dass eine ausreichende medikamentöse Analgesie erreicht werden sollte, wobei 14,6 % der Befragten hier keine zwingende Indikation sahen. Dies könnte damit begründet sein, dass häufig eine adäquate Immobilisierung schon zu einer ausreichenden Analgesie führt. Es wurde mehrheitlich unabhängig vom Alter ein Schmerzniveau unter einer VAS von weniger als 5 Punkten gefordert. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt die größte Studie unter deutschen Luftrettungsmitteln in Deutschland, die selbst bei erfahrenen Notärzten eine Versagerquote von ca. 5 % beschreibt [5]. Eine weitere amerikanische Studie zeigte, dass 28 % von rettungsdienstlich behandelten Kindern mit Frakturen der unteren Extremitäten (n = 905) keine Schmerztherapie erhielten [10]. Die Umfrage hat bewusst keine Vorschläge zu den medikamentösen Analgesieoptionen vorgeschlagen, da sich die Behandlungsalgorithmen unter den Leistungserbringern des Rettungsdiensts stark unterscheiden und die individuellen Erfahrungen der Behandler und der Zustand des Kindes die Wahl der Medikamente stark beeinflussen. Aus Sicht der Autoren führen aber bereits einfache Maßnahmen zu einer effektiven Schmerztherapie, wenn sie standardisiert geschult und umgesetzt werden. So konnten Liber et al. beispielsweise die Effektivität der konsequenten Umsetzung der französischen Empfehlungen zur Schmerztherapie bei Extremitätenfrakturen im Kindes- und Jugendalter darstellen [9]. Dabei gelang dies in erster Linie durch eine konsequente Immobilisation und Beurteilung des Schmerzniveaus in Kombination mit einem prädefinierten Schmerzschema. Während vor der Intervention nur 52 % der Kinder und Jugendlichen eine adäquate Schmerztherapie erhielten, stieg der Anteil um 24 % innerhalb von zwei Jahren. Dabei kamen bei leichten und moderaten Schmerzen nur oral appliziertes Paracetamol und Ibuprofen bei adäquater Schienung der Extremität zum Einsatz. Bei schweren Schmerzen wurde inhalatives Lachgas in Kombination mit oralem Ibuprofen oder Morphin eingesetzt. Es ist zu betonen, dass diese Studie an intrahospitalen Patienten in der Notaufnahme durchgeführt wurde, dennoch erscheint eine strukturierte Schmerzeinschätzung und -behandlung als eine sinnvolle Herangehensweise bei Kindern mit traumabedingten Schmerzen. In Deutschland steht prähospital meist kein Lachgas zur Verfügung, daher erscheint beispielsweise eine Therapie mit Ibuprofen per os sowie bei starken Schmerzen mit intranasalem (oder intravenösem) Esketamin als sinnvoll. Inwieweit die analgetische Therapie in den einzelnen Rettungsdienstbereichen freigegeben wird, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und den dort geschulten erweiterten Versorgungsmaßnahmen ab. Aus Sicht der Autoren ist dabei aber vor allem wichtig, dass das Problem „kindlicher Schmerz“ von den Verantwortlichen wahrgenommen und strukturiert angegangen wird.
Es ist zu betonen, dass auch die Befragten die Etablierung eines intravenösen Zugangs für die Schmerztherapie bei kleineren Traumata nicht als zwingend notwendig erachteten. Zwar erlaubt die Umfrage keine Begründung für das Antwortverhalten, aber es ist aus Sicht der Autoren anzunehmen, dass kleinere Traumata wie z. B. Handgelenksfrakturen mit einer adäquaten Immobilisation und einer oralen Therapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika beherrschbar sind. Anders stellt sich dies bei schwereren Traumata wie z. B. Wirbelsäulenverletzungen dar. Hier könnten die erwartbar stärkeren Schmerzen und schwerere Begleitverletzungen die Indikation für einen intravenösen Zugang begründen. Für Kinder eignen sich hier aus Sicht der Autoren für diesen Zweck insbesondere auch die intranasale Gabe von Analgetika und Sedativa.
Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der kindertraumatologischen Expertinnen und Experten eine Reposition ohne suffiziente Analgosedierung strikt ablehnt, unabhängig von der Verletzungskonstellation. Diese Haltung verdeutlicht die zentrale Bedeutung der Schmerzausschaltung und Angstreduktion bei Kindern. Eine Reposition unter Analgosedierung wird hingegen bei komplexeren Verletzungen wie dislozierten Frakturen mit Pulsdefizit oder offenen Frakturen von einem Großteil der Teilnehmer vor allem an der unteren Extremität, wie in der Literatur empfohlen, als zwingend notwendig oder zumindest wünschenswert angesehen [17]. Allerdings ist den Autoren aus dem klinischen Alltag bekannt, dass nicht wenige Repositionsmanöver bei Kindern unter der fälschlichen Annahme einer Gelenkluxation durchgeführt werden, wie sie im Erwachsenenbereich häufiger vorkommt.
An der oberen Extremität sind die Umfrageteilnehmer bezüglich einer prähospitalen Reposition noch zurückhaltender, was bei Pulsdefiziten mit rosiger, warmer Hand die Entwicklung hin zum aufmerksamen Abwarten im weiteren Verlauf widerspiegelt [2, 3, 8]. Anders ist dies bei potenziell ischämischen Zuständen, bei denen eine zeitnahe Wiederherstellung der Durchblutung entscheidend sein kann (weiße, kalte Hand). Sollte diese seltene Maßnahme notwendig sein, ist eine umfassende Dokumentation des Primärbefunds zwingend erforderlich.
Ebenfalls zwingend erforderlich ist die Dokumentation der Auffindesituation bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, um dem klinischen Behandlungsteam einen Hinweis auf die Notwendigkeit zu geben, die örtliche Kinderschutzgruppe zu involvieren.
Die Ergebnisse der Umfrage weisen auf eine Unsicherheit in Bezug auf die Sinnhaftigkeit einer prähospitalen Antibiotikagabe im Falle offener Frakturen hin. Hierzu gibt es lediglich allgemeine Hinweise in der Literatur [12]. Hier besteht nach Ansicht der Autoren die Notwendigkeit einer breit angelegten prospektiven Studie.
Die Studie weist einige Limitationen auf. Zunächst sind aufgrund der geringen Rücklaufquote die Ergebnisse nicht auf die Sektion Kindertraumatologie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie verallgemeinerbar. Zweitens wurden die zugrunde liegenden Argumente für die Antworten meist nicht angegeben, obwohl es die Möglichkeit zur Kommentierung gab. Weiterhin wurde insbesondere bei Fällen mit drohender Durchblutungsstörung nicht die Transportzeit zum nächsten Zentrum als Entscheidungskriterium systematisch zugrunde gelegt, was aber in der Realität eine wichtige Rolle in der Entscheidungsfindung spielt. Zuletzt gibt die Umfrage keine Antwortmöglichkeiten zu verschiedenen therapeutischen Optionen zur Analgesie.
Zusammenfassend unterstreichen die Ergebnisse dieser Umfrage jedoch eindeutig, dass eine adäquate Schmerztherapie, Ruhigstellung und Dokumentation für Kindertraumatologen zentrale Anforderungen an die prähospitale Versorgung von Extremitätenfrakturen im Wachstumsalter darstellen. So wird die Ruhigstellung der verletzten Körperregion nahezu einstimmig als zwingend notwendig oder wünschenswert bewertet, während der intravenöse Zugang nur bei schweren Schmerzzuständen oder Traumata indiziert erscheint. Insbesondere die standardisierte Erfassung von Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen mit darauf basierenden Therapiealgorithmen könnte den Komfort für Kinder deutlich steigern. Ziel muss es sein, die Versorgung von Kindern mit Frakturen nicht nur effektiv, sondern auch schonend und kindgerecht zu gestalten.

Fazit für die Praxis

  • Im Rahmen der präklinischen Behandlung verletzter Kinder wird von Kindertraumatologen die Ruhigstellung der verletzten Körperregion als unverzichtbar angesehen.
  • Die Ruhigstellung ist wichtiger Bestandteil der primären Schmerzbehandlung.
  • Zur medikamentösen Schmerztherapie stehen kindgerechte, sichere Analgetika in verschiedenen Applikationsformen zur Verfügung.
  • Eine detaillierte Dokumentation des Primärbefunds ist wünschenswert, bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung aber unerlässlich.
  • Repositionsmanöver vor Ort sind nur selten indiziert, sollen aber nie ohne suffiziente Analgosedierung durchgeführt werden.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

R. Kraus, C. Heiß, M. Sander und E. Schneck geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Studie wurde in Übereinstimmung mit den Leitlinien für Gute Klinische Praxis und nach den ethischen Standards der Helsinki-Erklärung von 1964 und ihren nachfolgenden Änderungen durchgeführt.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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Titel
Prähospitale Maßnahmen in der Kinder- und Jugendtraumatologie – eine Umfragestudie unter Kindertraumatologen
Verfasst von
PD Dr. med. R. Kraus
C. Heiß
M. Sander
E. Schneck
Publikationsdatum
29.04.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 7/2025
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-025-01542-3
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