Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Analkarzinoms
- 04.10.2023
- Analkarzinom
- CME-Kurs
- Dies ist Ihre Lerneinheit
- Zum Artikel
Trotz steigender Inzidenz bleibt das Analkarzinom ein seltener gastrointestinaler Tumor, sodass in der Breite der Primärversorgung oft wenig Erfahrung in der Versorgung betroffener Patienten besteht. Das Plattenepithelkarzinom („squamous cell carcinoma“ [SCC]) macht weit über 90 % aller Analkarzinome aus und ist fast immer mit einer Infektion durch das humane Papillomavirus assoziiert. Der vorliegende Beitrag beschränkt sich auf SCC des Analkanals und Analrands. Schwerpunkte sind Primärdiagnostik, chirurgische Therapie, Response-Beurteilung und Nachsorge. Unabhängig von Tumorlokalisation und Stadium erfolgt die Behandlung nach Beschluss im interdisziplinären Tumorboard. Analrandkarzinome im Stadium I (und IIa) können durch eine R0-Exzision erfolgreich behandelt werden. Die kombinierte Radiochemotherapie als Standardtherapie im Stadium II und III wird kurz zusammengefasst. Der Beitrag basiert im Wesentlichen auf der neuen deutschsprachigen S3-Leitlinie für das Analkarzinom.
Nach der Lektüre dieses Beitrags
- können Sie Bevölkerungsgruppen benennen, bei denen die Inzidenzraten eines mit dem humanen Papillomavirus (HPV) assoziierten Analkarzinoms erhöht sind.
- wissen Sie, welche Untersuchungen in der Primärdiagnostik und für das Staging des Analkarzinoms notwendig sind.
- können Sie abhängig vom Tumorstadium und der Lokalisation die leitliniengerechte Therapie empfehlen.
- kennen Sie den richtigen Zeitpunkt für die Response-Beurteilung nach Radiochemotherapie und die Indikation zur Salvage-Therapie
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich und Schweiz: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt (§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013). Die Schweizerische Gesellschaft für Chirurgie vergibt 1 Credit für die Zertifizierte Fortbildung in „Die Chirurgie“.