Zum Inhalt
Gefässchirurgie

Arteria lusoria im Fokus: 15-Monatsergebnis nach Hybridintervention

Erschienen in:

Auszug

Die Arteria lusoria (AL), in englischen Texten häufig als „aberrant right subclavian artery“ (ARSA) bezeichnet, ist die häufigste angeborene Aortenbogenanomalie, die bei etwa 0,9–2 % der Bevölkerung auftritt [17]. Historisch gesehen wurde die AL erstmals 1735 von Hunauld beschrieben [8]. Später brachte David Bayford die AL mit Dysphagie in Verbindung und prägte den Begriff Dysphagia lusoria [2], während Kommerell das Divertikel der AL „Kommerell-Divertikel“ (KD) benannte [12]. Es wird angenommen, dass der embryonale Ursprung der AL aus einer Abweichung in der Involution des vierten rechten Pharyngealbogens resultiert, der sich typischerweise in die rechte Arteria subclavia entwickelt [18]. Die AL durchquert den Thorax meist hinter dem Ösophagus (80–84 %), seltener zwischen Ösophagus und Trachea (12,7–15 %) oder vor der Trachea (4,2–5 %) [7]. Sie ist normalerweise asymptomatisch, kann jedoch durch Kompression von Ösophagus und Trachea Dysphagia lusoria, Dyspnoe, Husten und Heiserkeit sowie arterioösophageale oder arteriotracheale Fisteln verursachen [6, 14]. AL-Aneurysmen bergen Risiken wie Ruptur und Embolisation [10, 11] und selbst eine nicht aneurysmatische AL kann distale Embolisationen verursachen [1]. Die Entscheidungsfindung und die operative Strategie für ein 4,4 cm großes AL-Aneurysma mit Rupturrisiko werden im Detail beschrieben. Die zugehörigen Operationen und Untersuchungen erfolgten im Krankenhaus Bad Oeynhausen, Deutschland. …
Titel
Arteria lusoria im Fokus: 15-Monatsergebnis nach Hybridintervention
Verfasst von
Khaled Elhendawy, FEBVS
Ernest Danch
Heinrich Walter
Publikationsdatum
22.01.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 1/2024
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-024-01082-z
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Mangelernährung als entscheidender Faktor des Therapie Outcomes

Bis zu 87 % der Patient:innen mit fortgeschrittenen Tumoren verlieren bereits zur Diagnose Gewicht. Das beeinträchtigt Lebensqualität, Therapieansprechen und Mortalität. Warum eine frühzeitige ernährungsmedizinische Intervention essenziell ist, lesen Sie im Artikel.

ANZEIGE

Sarkopenie als Prädiktor für dosislimitierende Toxizität

Ungewollter Gewichtsverlust betrifft nicht nur Fettgewebe, sondern auch Muskelmasse und ist mit erhöhter Therapietoxizität und Komplikationsrisiken assoziiert. Erfahren Sie, wie Sarkopenie die Therapie beeinflusst – und was Sie dagegen tun können.

ANZEIGE

"Krebsdiäten" auf dem Prüfstand

Immer wieder kursieren spezielle „Krebsdiäten“, die Heilung oder Besserung versprechen. Viele Patient:innen sind für solche Versprechen empfänglich – mit oft riskanten Folgen. Erfahren Sie, warum eine fundierte Ernährungsberatung entscheidend ist und welche Ernährungsinterventionen tatsächlich sinnvoll sind.

ANZEIGE

Mangelernährung in der Onkologie – Fortimel® als Teil der ganzheitlichen Versorgung

Bis zu 80% der onkologischen Patient:innen verlieren ungewollt Gewicht – mit gravierenden Folgen für den Therapieverlauf. Eine frühzeitige Ernährungstherapie mit medizinischer Trinknahrung wie Fortimel® kann den Unterschied machen und das Outcome Ihrer Patient:innen unterstützen. Jetzt mehr erfahren.

Fortimel
Bildnachweise
Ärztin im Gespräch mit Patientin/© sturti | GettyImages, Ärztin zeigt Patientin etwas auf dem Tablet/© andreswd | GettyImages, Ernährungsberaterin im Gespräch mit älterer Frau am Esstisch, auf dem Laptop und Nahrungsmittel stehen/© Maskot | GettyImages, Junge küsst seine Mutter auf die Nase/© Danone Deutschland