Zum Inhalt
Gefässchirurgie

Erfolgreiche minimal-invasive Therapie mittels FEVAR (fenestrierte endovaskuläre Aneurysma Reparatur) eines dilatierten Aorten-Xenografts nach septischer Aortenruptur

Erschienen in:

Auszug

Sowohl weltweit als auch in Deutschland steigt die Anzahl der endovaskulär versorgten Aortenaneurysmen an: Im Jahr 2018 wurden 75,8 % der elektiven, infrarenalen und 53,9 % der rupturierten Aortenaneurysmen endovaskulär versorgt [10]. Daher steigt auch die Rate an Komplikationen, welche durch eine solche Prozedur verursacht werden, an. Zu den mit einer Inzidenz von < 1 % seltensten, dafür aber zu den komplexesten und gefürchtetsten Komplikationen zählt dabei die Infektion einer abdominellen Aortenendoprothese (EVAR) [2]. Mit einer Mortalität von fast 100 % innerhalb von 30 Tagen in kleineren Fallserien ist eine konservative Therapie nicht empfehlenswert [11]. Daher gilt die komplette Entfernung der infizierten Prothese mit entsprechendem operativen Ersatz als Goldstandard. Jedoch werden die endovaskulären Verfahren gerade bei denjenigen Patienten eingesetzt, welche aufgrund ihrer Komorbiditäten als zu krank für die Durchführung eines offenen Aortenersatzes angesehen werden. Somit ist die offene Explantation eines infizierten Endografts mit der dafür nötigen para- oder suprarenalen Aortenklemmung mit einem hohen Komplikations- und Mortalitätsrisiko verbunden. …
Titel
Erfolgreiche minimal-invasive Therapie mittels FEVAR (fenestrierte endovaskuläre Aneurysma Reparatur) eines dilatierten Aorten-Xenografts nach septischer Aortenruptur
Verfasst von
A. Neumann
W. Staiger
P. Hettrich
J. Gahlen
Publikationsdatum
15.06.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 4/2021
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-021-00784-y
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Darmkrebsresektion: Laparoskopisches Vorgehen gerade auch für Gebrechliche

Daten aus Großbritannien legen nahe, dass insbesondere ältere und gebrechlichere Darmkrebspatientinnen und -patienten von einem minimalinvasiven Eingriff profitieren könnten – ihnen dieser aber allzu häufig vorenthalten wird.   

Thyreoidektomie auch bei älteren Patienten sicher

Mehr Begleitkrankheiten, geringere physiologische Reserven: Ältere Patientinnen und Patienten tragen ein erhöhtes Risiko für perioperative Komplikationen. Ob und wie ausgeprägt das für die Thyreoidektomie gilt, war Gegenstand einer Metaanalyse von elf Studien.

Therapie von Oligometastasen verbessert Prognose bei Prostata-Ca.

Die operative Entfernung oder Bestrahlung von Oligometastasen eines Prostatakarzinoms verlängert das progressionsfreie Überleben deutlich, der Effekt auf das Gesamtüberleben bleibt jedoch unklar.

Schlafarchitektur nach OP oft massiv gestört

Nach einem operativen Eingriff ist die Schlafqualität oft massiv beeinträchtigt. In einer US-Studie waren bei Risikopatienten nicht nur die Gesamtdauer des Schlafs, sondern vor allem auch REM- und Tiefschlafphasen deutlich verkürzt.

Update Chirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Laparoskopische Rektumresektion/© Springer Medizin Verlag GmbH, Schilddrüsenoperation/© samrith / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Stereotaktische Strahlentherapie (SBRT) einer solitären ossären Metastase in dem Brustwirbelkörper/© Springer Medizin Verlag GmbH, Frauen ruhen im Krankenhaus /© Gorodenkoff / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)