Angebohrt
- 06.06.2024
- Zu guter Letzt
- Erschienen in
- Der Freie Zahnarzt | Ausgabe 6/2024
Auszug
Auge an Auge, Ohr an Ohr. Gähnen ist ansteckend. Gähnt ein Artgenosse, muss sein Gegenüber bei diesem bewegten Anblick mitgähnen, ob er will oder nicht, ob er müde ist oder nicht. Das ist bei Säugetieren bekannt, ob bei Homo sapiens oder bei verschiedenen Affenarten, Lemuren, Schweinen, Wölfen, Hunden, Löwen, Hyänen, aber auch bei Wellensittichen. Belegt ist nun auch, dass schon alleine das Hören von Gähnlauten zum Gähnen führt. Ein Forscherteam um Luca Pedruzzi von der Universität Pisa spielte in zwei Zoo-Gruppen lebenden Blutbrustpavianen (Theropithecus gelada) Tonaufnahmen ihrer Artgenossen vor - und alle gähnten herzhaft los, ob Männchen oder Weibchen. Und: Das Gähnen war dann ansteckender, wenn es von einem Pavian derselben Gruppe stammte. Die Erkenntnisse der Forscher wurden unter dem Titel „The sound of yawns makes geladas yawn“ veröffentlicht in Scientific Reports. Die Forscher erklären sich das Verhalten mit dem sozialen Zusammenhalt und kommunikativen Verhalten, sprich Rufen, der Blutbrustpaviane. Dasselbe gilt übrigens auch für den Menschen. Gähnen verbindet! …
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- Titel
- Angebohrt
- Publikationsdatum
- 06.06.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Erschienen in
-
Der Freie Zahnarzt / Ausgabe 6/2024
Print ISSN: 0340-1766
Elektronische ISSN: 2190-3824 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s12614-023-1608-3