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26.06.2017 | Originalien | Ausgabe 5/2018

Der Ophthalmologe 5/2018

Angestellte und selbstständige Fachärzte in der vertragsärztlichen ophthalmologischen Versorgung

Ein Vergleich mit anderen Fachgebieten

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 5/2018
Autoren:
Dr. rer. medic. U. Hahn, F. Kretz, B. Awe, J. Koch
Wichtige Hinweise
Die Ergebnisse wurden als Poster auf dem DOG-Kongress 2016 in Berlin präsentiert.

Zusammenfassung

Zielsetzung

Evaluation des Status quo und der Entwicklung des Versorgungsbeitrags angestellter und selbstständiger Fachärzte in der vertragsärztlichen Ophthalmologie isoliert und im Abgleich mit anderen Fachgruppen.

Methode

Der Beitrag wird nach Personenzahl und Arbeitszeitäquivalenten (Abgrenzung Bedarfsplanungsgewichten) per 31.12.2015 und im Zugang zur vertragsärztlichen Versorgung in 2015 sowie nach Betriebsformen (Einzelpraxis, Berufsausübungsgemeinschaft, Medizinisches Versorgungszentrum [MVZ]) mittels Sekundärdaten (statistische Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung) ausgewertet.

Ergebnisse

Der Anteil angestellter Ophthalmologen (Personenzählung) war mit 23 % und im Zugang mit 81 % im Vergleich zu allen Fachgruppen (16 %; 65 %) überdurchschnittlich. Fächerübergreifend gilt, dass der Versorgungsbeitrag nach Arbeitszeitäquivalenten bei angestellten Ärzten deutlich hinter dem nach Personen zurückbleibt (Ausnutzungsquote insgesamt 65 %, bei Ophthalmologen 70 %). Über alle Fächer sind angestellte Fachärzte in allen Betriebsformen tätig: Angestellte Ophthalmologen sind überdurchschnittlich stark in Berufsausübungsgemeinschaften, unterdurchschnittlich in MVZ und durchschnittlich in Einzelpraxen vertreten.

Diskussion und Schlussfolgerung

In der Augenheilkunde spielt Anstellung in den vertragsärztlichen Betriebsformen im Vergleich zu anderen Fachgruppen der fachärztlichen Grundversorgung insgesamt eine größere Rolle. Als mögliche Ursachen werden einerseits die Arbeitsbedingungen im Fach, die insbesondere auf Ärzte mit Anstellungswunsch attraktiv wirken könnten, und andererseits die Möglichkeiten zur selbstständigen Praxisübernahme diskutiert. Da die genehmigte Arbeitszeit angestellter Ärzte geringer ist als die selbstständiger Ärzte, zugleich aber die neu ins System kommenden Ärzte weit überwiegend angestellt tätig werden, lässt sich entlang der Zahl der tätigen Ärzte nicht der quantitative Versorgungsbeitrag festmachen; eine Unterversorgung ist trotz steigender Arztzahl möglich. Mit höherem Anteil angestellter Ärzte gehen Anpassungsprozesse in den Versorgungsstrukturen einher, die Reduktion der Zahl ophthalmologischer Praxen, Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ lässt sich jedoch aufgrund insuffizienter Datenlage nur partiell darstellen. Auf Basis der Daten ist kein Ende der Entwicklung hin zu Anstellung in der vertragsärztlichen ophthalmologischen Versorgung erkennbar.

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