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01.10.2012 | Originalien | Ausgabe 10/2012

Strahlentherapie und Onkologie 10/2012

Angst und Depressivität bei Tumorpatienten im Verlauf der radioonkologischen Behandlung

Zeitschrift:
Strahlentherapie und Onkologie > Ausgabe 10/2012
Autoren:
Dr. J. Maurer, C. Schäfer, O. Maurer, O. Kölbl

Zusammenfassung

Hintergrund

Die strahlentherapeutische Behandlung von Tumorpatienten ist zumeist mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität verbunden. Hierbei spielen insbesondere auch psychosoziale Aspekte wie Angst und Depressivität eine große Rolle. Ziel dieser Arbeit war die genauere Evaluation von Angst und Depressivität (HADS-D) im Therapieverlauf.

Material und Methodik

Insgesamt 60 Patienten, die aufgrund eines Tumorleidens zwischen Juni 2005 und April 2006 eine radioonkologische Behandlung erhielten, wurden in die prospektive Arbeit eingeschlossen. 57 Patienten (95%) wurden erstmalig bestrahlt. Der Therapieansatz war in 72% der Fälle kurativ, in 18% palliativ. Die Evaluation von Angst und Depressivität (HADS-D) erfolgte vor Beginn (A), im Anschluss an die Radiotherapie (B), sowie zur Nachsorge 6 Wochen nach Abschluss der Therapie (C).

Ergebnisse

Von den behandelten Patienten zeigten vor Therapiebeginn (A) 41% auffällige bzw. grenzwertige Symptome von Angst und 33% von Depressivität. Die Symptome der Angst waren im Verlauf der Therapie signifikant rückläufig. Der Anteil von auffällig positiv getesteten Patienten sank von 16% zu Beginn der Therapie (A) auf 9% nach Abschluss der Radiatio (B; p = 0,04). Zudem zeigte sich eine Zunahme des unauffälligen Patientenkollektivs von 59% (A) auf 72% (B; p = 0,04). Bei Betrachtung des ermittelten Medianwerts ergab sich im Therapieverlauf jedoch keine statistisch signifikante Veränderung (p > 0,05). Die Anzahl der bezüglich Depressivität auffällig positiv getesteten Patienten sank ebenfalls im Verlauf der Therapien von Beginn (A) bis zur ersten Nachsorge (C) signifikant von 14% auf 9% (p = 0,02). Zudem stieg die Anzahl der als unauffällig getesteten Patienten im Verlauf um 8% (p = 0,02). Im gesamten Verlauf war die Depressivität im Median von A 6 Punkten auf C 5 Punkte rückläufig (p = 0,01).

Schlussfolgerung

Mehr als ein Drittel der behandelten Patienten litten an auffälligen bzw. grenzwertigen Symptomen hinsichtlich Angst und Depressivität. Die vorliegende Arbeit zeigte einen Rückgang der Symptome hinsichtlich Angst und Depressivität im Verlauf der strahlentherapeutischen Behandlung.

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