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Die Urologie

Aktuelle Behandlungskonzepte bei der Induratio penis plastica

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Induratio penis plastica (IPP; Morbus Peyronie) ist eine erworbene und chronische Erkrankung des Penis, die durch penile Schmerzen, Verkrümmung und Deformität des Penis sowie daraus resultierende Beeinträchtigungen der sexuellen Aktivität der Patienten gekennzeichnet ist. Als wahrscheinlichste Ursachen gelten Makro- oder Mikrotraumata innerhalb der Tunica albuginea der Corpora cavernosa, welche in der Folge bei einer abnormalen Wundheilung zur Bildung einer Fibrose in diesem Bereich führen. Verschiedene prädisponierende Faktoren und auch eine genetische Veranlagung werden diskutiert. Die IPP tritt am häufigsten im 5. bis 6. Lebensjahrzehnt auf. Die Prävalenz liegt je nach untersuchtem Kollektiv und vorhandenen Risikofaktoren bei 0,3–20 %. Die IPP wird in eine akute inflammatorische Phase und eine chronische postinflammatorische Phase unterteilt. Unterschiedliche konservative und chirurgische Behandlungsoptionen umfassen orale Medikation, die penile Traktionstherapie, intraläsionale Injektionen und chirurgische Verfahren.
Titel
Aktuelle Behandlungskonzepte bei der Induratio penis plastica
Verfasst von
Johannes Hinz
Priv.-Doz. Dr. med. Armin Soave
Dr. med. Jann-Frederik Cremers, MD, FEBU, Clinical Andrologist (EAA)
Publikationsdatum
03.11.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Urologie / Ausgabe 12/2023
Print ISSN: 2731-7064
Elektronische ISSN: 2731-7072
DOI
https://doi.org/10.1007/s00120-023-02213-2
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Bildnachweise
Die Tunica albuginea nicht verkürzende Operationsverfahren bei Induratio penis plastica/© Hinz, J. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Operation/© santypan / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Mann nimmt Tablette zuhause ein/© Jelena Stanojkovic / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Frau ist im Videocall mit einem Arzt/© seb_ra / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)