Differenzialdiagnose von Gesichtsfeldausfällen
Vom Befund zur Diagnose
- 08.12.2025
- Anteriore ischämische Optikusneuropathie
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 08.12.2026
- Anzahl Versuche
- 2
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Die Auswertung von Gesichtsfeldbefunden ermöglicht in vielen Fällen eine genaue Topodiagnostik und kann auch häufig direkt zu einer konkreten Verdachtsdiagnose führen. Im klinischen Alltag ist dabei die 30° automatische Rasterperimetrie die sinnvollste Untersuchungsstrategie. Eine Gesichtsfelduntersuchung ist nicht objektiv, sondern stark von der Mitarbeit des Patienten abhängig. Daher sollten bei jedem Perimetriebefund die Untersuchungsqualität, die Plausibilität und die Verwertbarkeit des Befundes beurteilt werden. Für die topodiagnostische Einordnung von Gesichtsfelddefekten ist wichtig, ob die Gesichtsfelddefekte monokular oder binokular vorliegen. Eine Respektierung der horizontalen Mittellinie spricht für Nervenfaserbündeldefekte mit einem Schädigungsort im Bereich des Sehnervkopfes, eine Respektierung der vertikalen Mittellinie für eine Schädigung der Sehbahn unmittelbar prächiasmal bis hin zur Sehrinde.
Nach Lektüre dieses Beitrags …
- haben Sie den Aufbau der Sehbahn rekapituliert,
- wissen Sie, wann eine 30°- und wann eine 90°-Perimetrie sinnvoll ist,
- können Sie Gesichtsfelddefekte topodiagnostisch einordnen,
- sind Sie in der Lage, typische Gesichtsfelddefekte den wahrscheinlich zugrunde liegenden Erkrankungen zuzuordnen,
- kennen Sie die möglichen Ursachen von Nervenfaserbündeldefekten.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich und Schweiz: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt (§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013). Die Schweizerische Gesellschaft für Ophthalmologie vergibt 1 Credit für die Zertifizierte Fortbildung in „Die Ophthalmologie“.