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15.12.2020 | Originalien | Ausgabe 12/2021 Open Access

Der Ophthalmologe 12/2021

Anti-VEGF-Therapie bei fibrovaskulärer und serös-vaskularisierter Pigmentepithelabhebung bei neovaskulärer AMD

Eine retrospektive Fünf-Jahres-Analyse

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 12/2021
Autoren:
FEBO, MHBA Dr. med. T. Barth, M. Reiners, F. Zeman, R. Greslechner, H. Helbig, M.-A. Gamulescu
Wichtige Hinweise
Die originale Onlineversion dieses Artikels wurde aufgrund einer rückwirkenden Open Access-Bestellung geändert.
Zu diesem Beitrag ist ein Erratum online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00347-021-01518-x zu finden.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration (nAMD) ist die häufigste Ursache für das Auftreten einer Pigmentepithelabhebung (PED). Die Therapie der fibrovaskulären PED (fPED) und serös-vaskularisierten PED (svPED) mit intravitrealen VEGF(„vascular endothelial growth factor“)-Inhibitoren hat in der klinischen Praxis eine eingeschränkte Prognose.

Ziel der Arbeit

Die Datenlage zum PED-Langzeitverlauf ist überschaubar. Diese Arbeit erfasst den Verlauf therapierter PEDs bei nAMD über einen Zeitraum von 5 Jahren.

Methodik

Bei allen Augen, die im Zeitraum von 2006 bis 2015 aufgrund einer fPED oder svPED eine Behandlung mit Anti-VEGF-Präparaten erhielten, erfolgte eine retrospektive Analyse des klinischen Verlaufs und der Morphologie mittels optischer Kohärenztomographie (OCT). Es galten die folgenden Einschlusskriterien: OCT-Nachweis einer PED, angiographische Bestätigung einer nAMD, klinische Dokumentation über 5 Jahre sowie gute Bildqualität.

Ergebnisse

Bei 23 Augen von 22 Patienten wurden die Einschlusskriterien erfüllt. Nach 5 Jahren zeigte sich im Gesamtkollektiv und in der Subgruppe der Augen mit fPED eine signifikante Verschlechterung des Visus (p = 0,007; p = 0,045). Bei den Augen mit svPED war die Visusabnahme nicht signifikant (p = 0,097). Im Gesamtkollektiv wurde eine statistisch signifikante Reduktion der PED-Höhe (p = 0,006) bei gleichzeitig signifikanter Zunahme des PED-Durchmessers (p = 0,002) gemessen, wobei innerhalb der Subgruppen die Abnahme der PED-Höhe und Zunahme des PED-Durchmessers nur für die Messwerte der svPED signifikant waren (p = 0,004; p = 0,013). Bei den Augen mit fPED war die Veränderung der OCT-Parameter nicht signifikant (p = 0,616; p = 0,097). Bei 17 (74 %) der Augen fand sich bei der finalen OCT-Beurteilung eine Fibrose oder Atrophie.

Diskussion

Nach 5 Jahren Anti-VEGF-Behandlung bei nAMD-assoziierter PED zeigten sich in der Hälfte der Fälle eine Visusabnahme und in drei Viertel der Augen eine ungünstige OCT-Morphologie. Die mittlere Anzahl an Injektionen und Visiten war niedriger als in klinischen Studien und anderen Real-life-Erhebungen. Insgesamt beobachteten wir eine Unterbehandlung mit schlechterem funktionellem und anatomischem Outcome in unserer klinischen Praxis verglichen mit anderen Studien.

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